DE1187583B - Mittel zur Verhuetung der elektrostatischen Aufladung geformter Gebilde - Google Patents

Mittel zur Verhuetung der elektrostatischen Aufladung geformter Gebilde

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DE1187583B
DE1187583B DEF37215A DEF0037215A DE1187583B DE 1187583 B DE1187583 B DE 1187583B DE F37215 A DEF37215 A DE F37215A DE F0037215 A DEF0037215 A DE F0037215A DE 1187583 B DE1187583 B DE 1187583B
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DE
Germany
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preventing
shaped structures
electrostatic charging
epichlorohydrin
emulsion
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DEF37215A
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Dr Wolfgang Carl
Dr Dietrich Glabisch
Dr Alfred Reichle
Dr Martin Wandel
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Bayer AG
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Bayer AG
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C255/00Carboxylic acid nitriles
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/17Amines; Quaternary ammonium compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K3/00Materials not provided for elsewhere
    • C09K3/16Anti-static materials
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/322Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing nitrogen
    • D06M13/385Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing nitrogen containing epoxy groups

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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
D 06m
Deutsche Kl.: 8 k-1/08
Nummer: 1187583
Aktenzeichen: F 37215IV c/8 k
Anmeldetag: 3. Juli 1962
Auslegetag: .25. Februar 1965
Es wurde gefunden, daß sich als Mittel zur Verhütung der elektrostatischen Aufladung geformter Gebilde mit hervorragendem Erfolg Umsetzungsprodukte von Epichlorhydrin mit solchen sekundären Aminen verwenden lassen, die einen niederen aliphatischen Rest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen und einen höheren aliphatischen Rest mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen enthalten.
Als sekundäre Amine seien beispielsweise genannt N-Methyl-dodecylamin, N-Äthyl-dodecylamin, N-Methyl-hexadecylamin, N-Methyl-stearylamin und N-Äthyl-stearylamin.
Als Umsetzungsprodukte verwendet man vorteilhafterweise die Produkte, die durch Einwirkung von Epichlorhydrin auf die sekundären Amine im Mol-Verhältnis von mindestens 1: 1 in organischen Lösungsmitteln, z. B. in Methylenchlorid, bei Temperaturen von etwa 50°C in Gegenwart von Salzen mehrwertiger Metalle, wie Aluminiumchlorid, Zinntetrachlorid oder Bortrifluorid, erhalten sind.
Die erfindungsgemäßen Mittel werden in Form von Lösungen in organischen Lösungsmitteln, wie Methylenchlorid, oder vorteilhafterweise in Form von wäßrigen Emulsionen bzw. Dispersionen angewandt. Bei der Bereitung der wäßrigen Emulsionen oder Dispersionen empfiehlt sich zur Verbesserung der Homogenität ein Zusatz organischer Säuren, wie Ameisensäure oder Essigsäure; bei ihrer Anwendung werden die wäßrigen Emulsionen oder Dispersionen zweckmäßig alkalisch eingestellt. Die Mittel werden auf die geformten Gebilde im allgemeinen durch Besprühen oder Tränken bei 40 bis 60° C aufgebracht; anschließend werden die Gebilde getrocknet und kurze Zeit auf 100 bis 120° C erhitzt.
Mit Hilfe der vorgeschlagenen Mittel gelingt es, Gebilde der verschiedensten Art, z. B. Fasern, Fäden, Gewebe, Folien oder Filme natürlicher oder synthetischer Herkunft, in hervorragender Weise antistatisch auszurüsten. Ein besonderer Vorzug der so erhaltenen antistatischen Ausrüstung ist ihre Waschbeständigkeit.
Die in den nachfolgenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1
Vorgewaschene Gewebe aus Polyakrylnitrilfasern werden auf dem Foulard mit der nachstehend beschriebenen Emulsion behandelt, auf 100% Gewichtszunahme abgequetscht und etwa 45 Minuten bei 80 bis 850C getrocknet. Die getrockneten Gewebe werden dann noch 10 Minuten auf 12O0C erhitzt. Der Oberflächenwiderstand der Gewebe bei 200C und Mittel zur Verhütung der elektrostatischen
Aufladung geformter Gebilde
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
Leverkusen
Als Erfinder benannt:
Dr. Wolf gang Carl, Dormagen;
Dr. Dietrich Glabisch, Leverkusen;
Dr. Alfred Reichle,
Dr. Martin Wandel, Dormagen
50% relativer Luftfeuchtigkeit ist nach dieser Behandlung von 1013 auf 108Ω gesunken. Werden die Gewebe mit einer Waschflotte, die im Liter 2 g eines handelsüblichen Alkylarylsulfonats enthält, 10 bis 15mal bei 400C unter jeweils anschließendem: achtmaligem Spülen im vollautomatischen Arbeitsgang gewaschen, so beträgt der Oberflächenwiderstand höchstens 1010 Ω.
Die verwendete Emulsion war in folgender Weise hergestellt:
Eine Lösung von 283,6 g N-Methyl-N-stearylamin in 400 ml Methylenchlorid wurde nach Zugabe von 1 g Aluminiumchlorid in der Siedehitze unter Rühren allmählich mit 92,5 g Epichlorhydrin versetzt. Nach Zugabe des Epichlorhydrins wurde das Reaktionsgemisch noch 5 Stunden gerührt; hierbei fiel die Temperatur, die infolge der Zugabe des Epichlorhydrins auf 45°C gestiegen war, auf Raumtemperatur. Das gebildete N-Methyl-N-stearyl-N-(/S-hydroxyy-chlor)-propylamin wurde nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels im Vakuum bei 450C getrocknet und zu einem feinen Pulver vermählen. 25 g des erhaltenen Pulvers wurden dann mit Wasserdampf unter gleichzeitiger Zugabe von 6O0C heißem Wasser angerührt, mit 2,8 ml Eisessig versetzt und mit 6O0C heißem Wasser auf 925 ml aufgefüllt. Die entstandene homogene Emulsion wurde anschließend noch mit 75 ml 1 η-Natronlauge versetzt. Der pH-Wert der Emulsion betrug dann etwa 10,5.
Beispiel 2
Vorgewaschene Gewebe aus Polyamidfasern werden auf dem Foulard mit der im Beispiel 1 beschriebenen Emulsion behandelt, auf 100% Gewichtszunahme abgepreßt und 80 bis 850C getrocknet. Anschließend
..-.-.-- 509 510/387
10
-werden die Gewebe noch 10 Minuten auf 1200C erhitzt. Der Oberflächenwiderstand der Gewebe bei 200C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit ist nach dieser Behandlung von 1018 auf 108Ω gesunken. Nach zehn bis fünfzehn Waschen beträgt der Oberläehenwiderstand. höchstens ΙΟ11 Ω, die Aufladung der Gewebe liegt unter 2000 Volt je Meter und die Halbwertzeit beträgt höchstens 3 Sekunden.
Beispiel 3
Vorgewaschene Gewebe aus Polyamidfasern werden auf dem Foulard mit der nachstehend beschriebenen Emulsion behandelt, auf 100% Gewichtszunahme abgequetscht und etwa 45 Minuten bei 80 bis 850C getrocknet Die getrockneten Gewebe werden dann noch 10 Minuten auf 1200C erhitzt. Der Oberflächenwiderstand der Gewebe bei 20° C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit ist nach dieser Behandlung von 1013 auf 10* Ω gesunken. Die so erhaltene antielektrostatische Ausrüstung ist gegenüber Wäschen sehr beständig.
Die verwendet© Emulsion war in folgender Weise hergestellt: Eine Lösung von 199,6 g N-Methyl-N-dodecylamin in 400 ml Methylenchlorid wurde nach Zugabe von 1 g Alummiumchlorid in der Siedehitze •outer Rühren allmählich mit 92,5 g Epichlorhydrin ■»ersetzt. Nach Zugabe des Epichlorhydrins wurde das ReaJköonsgemiseh noch 5 Stunden gerührt; hierbei fiel die Temperatur, die infolge der Zugabe des Epi- «Morhydxins auf 42° C gestiegen war, auf Raumtemperatur. Nach den Entfernen des Lösungsmittels wurde das gebildete N-Methyl-N-dodecyl-N-(/3-hydroxy- y-tMinypropylkwia durch Destillation im Vakuum M Fomtetoer klaren Flüssigkeit vom Siedepunkt 91 bis
A% erhalten. 25 g des N-Methyl-N-do-
^^ä^chtor^pxopylamins wurden dann mit Wassecdampf unter gleichzeitiger Zugabe von 6O0C -leißem Wassefangerührt, mit 2,5 ml Eisessig versetzt rand nÄ 60° C heißem Wasser auf 935 ml aufgefüllt.
Die entstandene homogene Emulsion wurde anschließend noch mit 65 ml 1 η-Natronlauge versetzt. Der pH-Wert der Emulsion betrug dann etwa 10,5.
Beispiel 4
Vorgewaschene Gewebe aus Polyakrylnitrilfasern werden auf dem Foulard mit der im Beispiel 3 beschriebenen Emulsion behandelt, auf 100% Gewichtszunahme abgepreßt und bei 80 bis 85 0C getrocknet. Anschließend werden die Gewebe noch 10 Minuten auf 120°C erhitzt. Der Oberflachenwiderstand der Gewebe bei 2O0C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit ist nach dieser Behandlung von 1013 auf ΙΟ8 Ω gesunken. Die Waschbeständigkeit der so erhaltenen antielektrostatischen Ausrüstung ist hervorragend.
Es ist bereits bekannt, zur antistatischen Ausrüstung geformter Gebilde Mischungen aus PoIyepoxiden und Polyaminen auf die Gebilde aufzubringen und diese dann zwecks Umsetzung der Mischungskomponenten zu erhitzen. Vor diesen Mitteln zeichnen sich die erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel durch eine stärkere antielektrostatische Wirkung aus. Bemerkenswert ist ferner, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel den Griff der behandelten Gebilde nicht beeinträchtigen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Mittel zur Verhütung der elektrostatischen Aufladung geformter Gebilde, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Umsetzungsprodukten von Epichlorhydrin mit solchen sekundären Aminen, die einen aliphatischen Rest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen und einen höheren aliphatischen Rest mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen enthalten.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    USA.-Patentschriften Nr. 2982751, 3 021232;
    österreichische Patentschrift Nr. 212261.
DEF37215A 1962-07-03 1962-07-03 Mittel zur Verhuetung der elektrostatischen Aufladung geformter Gebilde Pending DE1187583B (de)

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