DE1770146B2 - Verfahren zur Herstellung von PoIy-(arylen-triketoimidazolidinen) - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PoIy-(arylen-triketoimidazolidinen)Info
- Publication number
- DE1770146B2 DE1770146B2 DE1770146A DE1770146A DE1770146B2 DE 1770146 B2 DE1770146 B2 DE 1770146B2 DE 1770146 A DE1770146 A DE 1770146A DE 1770146 A DE1770146 A DE 1770146A DE 1770146 B2 DE1770146 B2 DE 1770146B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bis
- arylene
- poly
- alkanol
- cresol
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G18/00—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
- C08G18/06—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
- C08G18/28—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen characterised by the compounds used containing active hydrogen
- C08G18/30—Low-molecular-weight compounds
- C08G18/38—Low-molecular-weight compounds having heteroatoms other than oxygen
- C08G18/3819—Low-molecular-weight compounds having heteroatoms other than oxygen having nitrogen
- C08G18/3821—Carboxylic acids; Esters thereof with monohydroxyl compounds
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G73/00—Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing nitrogen with or without oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule, not provided for in groups C08G12/00 - C08G71/00
- C08G73/06—Polycondensates having nitrogen-containing heterocyclic rings in the main chain of the macromolecule
- C08G73/0605—Polycondensates containing five-membered rings, not condensed with other rings, with nitrogen atoms as the only ring hetero atoms
- C08G73/0616—Polycondensates containing five-membered rings, not condensed with other rings, with nitrogen atoms as the only ring hetero atoms with only two nitrogen atoms in the ring
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Polyurethanes Or Polyureas (AREA)
- Macromolecular Compounds Obtained By Forming Nitrogen-Containing Linkages In General (AREA)
- Organic Insulating Materials (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Poly-(arylen-triketoimidazolidinen) der allgemeinen
Formel:
O = C C = O O = C
I I ι
-Ar~N N Ar N
C
O
C = O
N
C
O
worin Ar und Ar' gleiche oder verschiedene Arylen-Reste
bedeuten.
Polymere, die das Ringsystem des Triketoimidazolidins als Bestandteil der Polymerenkette enthalten, sind
bisner nicht beschrieben. Wie gefunden wurde, handelt es sich bei diesen Polymeren um Produkte, die bei etwa
310 bis über 4000C unter Zersetzung schmelzen und dab'.i vielfach praktisch unbeschränkt in polaren
Lösungsmitteln, wie Kresol- und Xylenol-Gemischen, N-Methylpyrrolidon, Dimethylformamid, Dimethylacetamid
und Dimethylsulfoxid löslich sind. Sie können daher zur Herstellung hochtemperaturbeständiger
Filme, Fäden und Folien sowie für haftfeste, elastische Überzüge auf Metallen verwendet werden. Dank ihrer
Kresollöslichkeit können sie auch vorteilhaft in Kombination mit solchen Drahtisolierlackharzen angewandt
werden, die in bekannter Weise Reste der Terephthal- oder Isophthalsäure, des Äthylenglykols
und polyfunktioneller Alkohole, wie Glycerin oder Pentaerythrit, einkondensiert enthalten. Durch entsprechende
Abmischuriig von kresolischen Lösungen dieser bekannten Drahtisolierlackharze mit kresolischen Lösungen
der Poly-{arylen-triketoimidazolidine) lassen sich in wirtschaftlicher Weise Drahtisolierlacke herstellen,
die DrahtisoLitionen mit erheblich verbesserten Eigenschaftswerten ergeben.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren z'jr
Herstellung von Poly-(arylen-triketoimidazolidinen), welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man Bis-(oxalsäure-monoalkylesler-monoamide)
aromatischer Diamine mit praktisch äquimolekularen Mengen aromatischer Diisocyanate in polaren Lösungsmitteln bei
Temperaturen, die zwischen der des Beginns einer Alkanolabspaltung und der Zersetzungstemperatur des
jeweils verwendelen Bis-(oxalsäure-monoalkylcstermonoamids)
liegen, unter Abführung des abgespaltenen Alkanols umsetzt.
Die zu verwendenden Bis-(oxalsäure-monoalkylestermonoamide)
aromatischer Diamine sind nach einem bereits von H. K. linger in Liebig's Annalen 184
(1877). Seite 263, für die Herstellung von Oxanilsäureestern beschriebenen Verfahren durch Erwärmen eines
aromatischen Diamins mit überschüssigen Mengen eines Dialkyloxalates unter Abspaltung der berechneten
Alkanolmenge leicht und in praktisch quantitativer Ausbeute erhältlich.
Als aromatische Diamine kommen für diese Reaktion insbesondere in Betracht:
4,4'-Diaminodiphenylmethan
3J'-Diaminodiphenylmethan
4,4'-Diaminodiphenyloxyd
4,4'- Diaminodiphenylsulfon
1,5 Diaminonaphthalin
p-Phenylendiamin
3J'-Diaminodiphenylmethan
4,4'-Diaminodiphenyloxyd
4,4'- Diaminodiphenylsulfon
1,5 Diaminonaphthalin
p-Phenylendiamin
Diese Amine können an den aromatischen Kernen gegebenenfalls auch alkylsubstituiert sein. Wie gefunden
wurde, lassen sich für diese Reaktion lediglich solche Diamine verwenden, deren Aminogruppen an zwei
verschiedenen Benzolringen stehen, oder solche, deren Aminogruppen an nur einem Benzolring in p-Stellung
stehen, also keine o- und m-Diaminobenzole.
Als Dialkyloxalate können Oxalsäureester aller solcher Alkohole verwendet werden, die bei Temperaluren
unter etwa 1300C sieden; die restlose Entfernung der Alkohole durch Destillation unter den Herstellungsbedingungen für die Bis-(oxalsäure-monoester-monoamide)
ist insbesondere dann erforderlich, wenn auf eine Reinigung dieser Produkte durch Umkristallisieren
verzichtet werden soll, da ihre Anwesenheit den anschließenden Umsatz mit Diisocyanaten infolge der
Urethanbildung stören kann. Wegen seiner leichten Zugänglichkeit und besonders guten Reaktivität ist
Diäthyloxalat vorzugsweise verwendbar.
Die zu verwendenden polaren Lösungsmittel sollen wenigstens oberhalb von etwa 18O0C sieden und
gegenüber Isocyanaten inert sein. Aus praktischen Erwägungen kommen insbesondere N-Methylpyrrolidon
und Kresol in Betracht. Das letztgenannte Lösungsmittel bildet zwar mit Isocyanaten die entsprechenden
Kresylurethane, die jedoch bei der maximal zulässigen Reaktionstemperatur, die unterhalb der
Zersetzungstemperatur der Bis-(oxalsäure-monoalkylester-monoamide)
liegen muß, d. h. im allgemeinen bei 210—215°C, wieder in Kresol und Isocyanat dissoziieren.
Die Verwendung von Kresol stört daher die Pülyreaktion nicht, sondern verlangsamt sie lediglich.
Dieser Nachteil wird durch die Billigkeit dieses Lösungsmittels und die vielfache Verwendbarkeit der
direkt erhältlichen Kresollösungen bei weitem aufgewogen.
Die Lösungsmittel müssen jedoch möglichst weitgehend wasserfrei sein, um Nebenreaktionen mit
den Diisocyanaten auszuschalten. Als aromatische Diisocyanate können verwendet werden:
2,4- und 2,6-Diisocyanatotoluol, 4,4'-Diisocyatodiphenylmethan, 1,4-Diisocyanatobenzol, 1,5-Diisocyanatonaphthalin und ähnliche Produkte. Daß es sich bei den erfindungsgemäß herzustellenden Polymeren um PoIy-(arylen-triketoimidazolidine) handelt, wurde durch Vergleich der IR-Spektren von Diphenyltriketoimidazolidin, hergestellt einmal nach dem Verfahren von H. Biltz und E Topp (Ber.46 [1913J, 1399) sowie zum anderen aus Oxanilsäureäthylester und Phenylisocyanat in Kresoi unter Bedingungen, wie sie erfindungsgemäß einzuhalten sind, mit denen der entsprechenoen Polymeren sichergestellt t.
2,4- und 2,6-Diisocyanatotoluol, 4,4'-Diisocyatodiphenylmethan, 1,4-Diisocyanatobenzol, 1,5-Diisocyanatonaphthalin und ähnliche Produkte. Daß es sich bei den erfindungsgemäß herzustellenden Polymeren um PoIy-(arylen-triketoimidazolidine) handelt, wurde durch Vergleich der IR-Spektren von Diphenyltriketoimidazolidin, hergestellt einmal nach dem Verfahren von H. Biltz und E Topp (Ber.46 [1913J, 1399) sowie zum anderen aus Oxanilsäureäthylester und Phenylisocyanat in Kresoi unter Bedingungen, wie sie erfindungsgemäß einzuhalten sind, mit denen der entsprechenoen Polymeren sichergestellt t.
Die Reaktion nimmt formal folgenden Verlauf:
CO—COOR CO—COOR
-Ar-NH + -NCO » —Ar—N
CO—NH-O=C-
—Ar—N
C=O
N— + R-OH
(H)
Dabei ist der substituierte Polyharnstoff I nicht isolierbar; bereits im Augenblick seiner Entstehung geht
er unter Alkanolabspaltung in das Zyklisierungsprodukt
II über. Der Beginn der Polyreaktion mit dem Diisocyanat ist daher in einfacher Weise durch das
Einsetzen dieser Alkanolabspaltung erkennbar. Die Mindesttemperatur hierbei beträgt in N-Methylpyrrolidon
etwa 160—1700C, in Kresol — bedingt durch die
vorgelagerte thermischs Zersetzung des Kresylurethans
— etwa 190—195° C. Demgegenüber liegt die
Grenze der thermischen Beständigkeit uer Bis-(oxalsäure-monoalkylester-monoariiide)
oer aromatischen Diamine, ausgenommen die m- und o-Diamh.obenzole, bei
mindestens 220° C. Um Hochpolymere zu erhalten, ist somit die Reaktion der verwendeten Ausgangsstoffe bei
Temperaturen zwischen den jeweiligen Grenztemperaturen von 160—1700C bzw. 190— 195°C einerseits und
dem jeweiligen Zersetzungspunkt des verwendeten Bis-(oxalsäure-monoalkylesters-monoamids) andererseits
durchzuführen.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß die Polyreaktion der Bis-(oxalsäuremonoester-monoamide)
mit den Diisocyanaten praktisch quantitativ und ohne Anfall irgendwelcher nicht abdestillierbarer
Neben- oder Spaltprodukte durchführbar ist. Kostspielige zusätzliche Operationen, wie das Abfiltrieren oder
Abzentrifugieren fester Bestandteile, Umkristallisation
irgendwelcher Vorprodukte und ähnliche Verfahrensschritte lassen sich im Regelfall vermeiden. Das
Endprodukt ist im Regelfall eine homogene Lösung des Polymeren, welche unmittelbar weiter verwendbar ist.
Zur sicheren Einstellung hoher Molgewichte ist es vielfach zweckmäßig, einen geringfügigen Diisocyanat-ÜberschuD
zu verwenden, wodurch Isocyanat-Endgruppen enthaltende Polymere entstehen, die anschließend
in bekannter Weise zwecks Kettenverlätigerung mit
Wasser oder Diaminen umgesetzt werden können.
Beispiel 1
Herstellung der Ausgangsverbindung
Herstellung der Ausgangsverbindung
396 g 4,4'-Diaminodiphenylmethan (2 Mol) wurden mit 1460 g Diäthyioxalat (10 Mol) unter Reinstickstoffgerührt,
wobei die Temperatur auf 135— 145°C gehalten
wurde. Nach 2 Stunden waren 184 g Äthanol (4 Mo!) abdestilliert. Danach wurde die Temperatur auf 2000C
erhöht und das überschüssige Diäthyioxalat abdestilliert, wobei nach Beendigung der Destillation noch für
10 min ein schwaches Vakuum angelegt wurde, um die letzten Spuren Äthanol und Diäthyioxalat sicher zu
entfernen.
Erfindungsgemäßes Verfahren
Der Schmelze des so erhaltenen Bis-(oxalsäure-monoäthylestermonoamids)
des Diaminodiphenylmethans wurden nunmehr 500 ml wasserfreies Kresol zugesetzt und 515 g 4,4'-Diisocyanatodiphenylmethan
(2 Mol + 3 Mol-%) in die Lösung eingetragen. Nunmehr wurde 24 Stunden bei Temperaturen zwischen
200 und 210°C gerührt, wonach die Äthanolabspaltung beendet war. Im Hinblick auf die zunehmende
Viskosität des Reaktionsgemische·: wurvr: im Verlauf
dieser Reaktion kontinuierlich weiter wasserfreies Kresol zugesetzt, so daß am Ende insgesamt 2600 g
dieses Lösungsmittels vorhanden waren, worin sich 1119g des Polymeren befanden. Die Konzentration der
Lösung betrug mithin 30Gew.-%. Die Lösung selbst erstarrte nach dem Abkühlen zu einer steifen, klaren,
dunkelbraungefärbten Masse. Aus einem Teil der Masse wurde das Polymere durch Verrühren mit Äthanol
ausgefällt und isoliert. Hiervon wurde die relative Viskosität in Phenol-1,1,2,2-Tetrachloräthan
(60 :40 Gew.-%) mittels eines Kapillarviskosimeters bei
25° C zu 1,65 bestimmt, wobei die Lösung 1 g Polymer in
100 mi I ösungsmittel enthielt Die relative Viskosität ist
der Quotient der Durchlaufzeiten der Lösung und des Lösungsmittels im Kapillarviskosimeter.
Weiter wurde die thermisch oxidative Beständigkeit des Polymeren mittels der Methode der differentiellen
Thermocalorimetrie bei einer Aufheizgeschwindigkeit von 16,8 und 4°C/min in Luft bestimmL Unabhängig von
der Aufheizgeschwindigkeit wurden die ersten Anzeichen einer exothermen Zersetzungsreaktion bei
394-398° C gefunden.
Bis zum Zersetzungspunkt waren keinerlei thermische Effekte, die auf einen Glasumwandlungspunkt oder
Kristallisationserscheinungen schließen lassen, zu beobachten.
Verwendet wurde das Differential-Thermocalorimeter DSC-1 der Firma Perkin-Elmer.
Gießfolien aus Dimethylforniamid-Lösungen waren
für eine praktische Verwendbarkeit infolge noch unzureichenden Molgewichtes zu spröde.
Schließlich wurde die 30 Gew.-% Fesistoff enthaltende
Kresollösung des Polymeren mit einem Drahtisolierlack folgender Zusammensetzung:
35 Gew.-Teile eines Esterharzes nach der BE-PS 5 43 486, enthaltend 2 Mol Terephthalsäure-, 1 Mol
Glycerin-und 1,3 Mol Äthylenglykol-Reste
50 Gew.- Teile Kxesol
10 Gew.-Teiie Xylol
5 Gew.-Teile Äthylglykol
50 Gew.- Teile Kxesol
10 Gew.-Teiie Xylol
5 Gew.-Teile Äthylglykol
1,4 Gew.-Teile einer 50 Gew.-% polymeres Butyltitanat
enthaltenden Kresollösung
im Gewichtsverhältnis 1: I vermischt und mit Kresol auf
die Viskosität des Esterharz-Drahtlackes weiter verdünnt, was jedoch hier nicht mehr unter Schutz gestellt
ist.
Die Mischung des Esterharz-Drahtlackes mit der Polymerenlösung wurde bei 450°C auf einen 0,6 mm
starken Kupferdraht eingebrannt, zu V-irgleieliszwekken
geschah das Gleiche auch mit dem unvermischten Esterharz-Drahtlack.
Im Vergleich zu der reinen Esterharz-Lackierung zeigte die Lackierung mit der Esterharz-Polymerenmischung
folgende Unterschiede:
Die Oberflächenhärte (nach DIN 46 453, Entwurf Aprill 965) stieg von 3 H auf 6 H.
Die Abriebfestigkeit (nach NEMA/MW 55-1955}
stieg von (je nach Fahrgeschwindigkeit) 40—100 auf 150—180 Doppelhübe. Elastizität und Wärmealterurgsbeständigkeit
blieben unverändert gut. Die Hitzeschockfestigkeit (Locke 1 χ 0, 200 g Belastung, Wickelgeschwindigkeit
280 U/min, Prüfdauer 15 min) stieg von 1800C auf 260bis
>400°C.
Die Wärmedruckfestigkeit nach DIN 46 453, Entwurf Dezember 1961 (800 g Belastung) stieg von 250-280
auf 275—300. Die optimale Lackie»-geschwindigkeii
stieg von 7—9 m/min auf 10—12 m/min.
Das Beispiel 1 wurde wiederholt mit dem Unterschied,
daß der noch Isocyanat-Endgruppen enthaltenden Polymerenlösung bei etwa 200cC einige Tropfen
Wasser zugesetzt wurden, wodurch eine Kettenverlangerung über Harnstoffbrücken erreicht wurde. In
ίο Gegenwart des unter Rückfluß gehaltenen Wassers
wurde noch 1 Stunde weitergerührt. Das danach ausgefällte Produkt besaß eine relative Viskosität von
2,1. Die differentielle Thermocalorimetrie ließ keine Unterschiede gegenüber dem nach Beispiel 1 erhalle-ι
nen Produkt erkennen.
Das Beispiel 2 wurde wiederholt mit dem Unterschied,
daß anstelle des Kresols N-Methylpyrrolidon 3d verwendet wurde. Das Polymere besaß eine relative
Viskosität von 2,05 und ließ sich ?u flexiblen Gießfolien verarbeiten.
Be i s ρ i e I 4
:"j Das Beispiel 1 wurde unter Verwendung folgender
Ausgangsstoffe wiederholt, wobei N-Methylpyrrolidon alt, Lösungsmittel angewandt wurde:
a) Diaminodiphenyloxid. 1,5-Diisocyanatonaphthalin;
jii Zersetzungspunk: höher als 400c C.
b) Diaminodiphenylmethan, Toiuylendiisocyanat
(Isomerengemisch);
Zersetzungspunkt 3100C.
c) Diaminodiphenylsulfon,2,4-ToIuylendiisocyanat:
η Zersetzungspunkt 325° C.
η Zersetzungspunkt 325° C.
d) Diaminodiphenylmethan-p-Phenylendiamin-Gemisch
(Molverhältnis 1:1). 4,4-Diisocyanatodiphenylmethan;
Zersetzungspunkt 400"'C.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Poly-(arylen-triketoimidazoliclinen),
dadurch gekennzeichnet, daß man Bis-{oxalsäure-monoalkylester-monoamide)
aromatischer Diamine mit praktisch äquimolekularen Mengen aromatischer Diisocyanate
in polaren Lösungsmitteln bei Temperaturen, die zwischen der des Beginns einer Alkanolabspaltung
und der Zersetzungstemperatur des jeweils verwendeten Bis-(oxaIsäure-monoaJkylester-monoamides)
liegen, unter Abführung des abgespaltenen Alkanols umsetzt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man durch Verwendung eines geringen
Diisocyanat-Oberschusses Isocyanat- oder Urethan-Endgruppen
enthaltende Polymere hergestellt und diese Endgruppen in an sich bekannter Weise in
Harnstoffgruppierungen überführt
Priority Applications (7)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE1770146A DE1770146C3 (de) | 1968-04-06 | 1968-04-06 | Verfahren zur Herstellung von PoIy-(arylen-triketoimidazolidinen) |
CH493669A CH526605A (de) | 1968-04-06 | 1969-04-01 | Verfahren zur Herstellung von Poly-(arylen-triketoimidazolidinen |
NL6905287A NL6905287A (de) | 1968-04-06 | 1969-04-03 | |
FR6910269A FR2005695A1 (de) | 1968-04-06 | 1969-04-03 | |
BE731064D BE731064A (de) | 1968-04-06 | 1969-04-04 | |
US813761A US3609113A (en) | 1968-04-06 | 1969-04-04 | Poly-(arylene-triketoimidazolidines and process for preparing the same |
GB07948/69A GB1248114A (en) | 1968-04-06 | 1969-04-08 | Improvements in or relating to polymers |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE1770146A DE1770146C3 (de) | 1968-04-06 | 1968-04-06 | Verfahren zur Herstellung von PoIy-(arylen-triketoimidazolidinen) |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1770146A1 DE1770146A1 (de) | 1971-09-23 |
DE1770146B2 true DE1770146B2 (de) | 1978-12-21 |
DE1770146C3 DE1770146C3 (de) | 1979-08-23 |
Family
ID=5700415
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1770146A Expired DE1770146C3 (de) | 1968-04-06 | 1968-04-06 | Verfahren zur Herstellung von PoIy-(arylen-triketoimidazolidinen) |
Country Status (7)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US3609113A (de) |
BE (1) | BE731064A (de) |
CH (1) | CH526605A (de) |
DE (1) | DE1770146C3 (de) |
FR (1) | FR2005695A1 (de) |
GB (1) | GB1248114A (de) |
NL (1) | NL6905287A (de) |
Families Citing this family (15)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US4099007A (en) * | 1969-04-02 | 1978-07-04 | Hoechst Aktiengesellschaft | N,n-substituted 2,4,5-triketoimidazolidines and a process for their preparation |
DE2018182C3 (de) | 1970-04-16 | 1980-09-11 | Exxon Research And Engineering Co., Linden, N.J. (V.St.A.) | Verfahren zur Herstellung von polymeren Triketoimidazolidinen |
DE2066093C2 (de) * | 1970-04-16 | 1982-06-03 | Exxon Research and Engineering Co., 07036 Linden, N.J. | Polymere Triketoimidazolidine |
US4018743A (en) * | 1970-06-19 | 1977-04-19 | Hoechst Aktiengesellschaft | Process for preparing triketoimidazolidines |
DE2030233C2 (de) * | 1970-06-19 | 1984-02-02 | Hoechst Ag, 6230 Frankfurt | Verfahren zur Herstellung von modifizierten N,N'-substituierten 2,4,5-Triketoimidazolidinen und deren Verwendung |
DE2303239A1 (de) * | 1973-01-24 | 1974-07-25 | Reichhold Albert Chemie Ag | Verfahren zur herstellung von modifizierten, amid- und/oder imidgruppen enthaltenden n,n'-substituierten 2,4,5triketoimidazolidinen |
US3933758A (en) * | 1973-10-26 | 1976-01-20 | Exxon Research And Engineering Company | Iminoimidazolidinedione and parabanic acid polymers containing imide groups |
US4161564A (en) * | 1975-09-11 | 1979-07-17 | La Barge, Inc. | Coating formulation, method, and coated substrate |
US4108843A (en) * | 1977-07-05 | 1978-08-22 | The Upjohn Company | Copolymers of polyparabanic acids and polyamide-imides |
US4105616A (en) * | 1977-10-26 | 1978-08-08 | Exxon Research & Engineering Co. | Heterocyclic polymer solutions and products therefrom |
US4324836A (en) * | 1980-06-11 | 1982-04-13 | Exxon Research & Engineering Co. | Polymers characterized by 1,3-imidazolidine-1,3-diyl rings plasticized with aromatic nitriles |
US4325860A (en) * | 1981-01-28 | 1982-04-20 | Exxon Research & Engineering Co. | Polymers characterized by 1,3-imidazolidine-1,3-diyl rings plasticized with aromatic sulfones or aromatic sulfoxides |
EP0068695A1 (de) * | 1981-06-25 | 1983-01-05 | Exxon Research And Engineering Company | Mischungen von Polyparabansäuren mit anderen Polymeren |
US4383067A (en) * | 1981-07-29 | 1983-05-10 | Exxon Research & Engineering Co. | Polymers characterized by 1,3-imidazolidine-1,3-diyl rings plasticized with phosphate esters |
JPS6335653A (ja) * | 1986-07-30 | 1988-02-16 | Toa Nenryo Kogyo Kk | ポリアリ−レンサルフアイド樹脂組成物 |
-
1968
- 1968-04-06 DE DE1770146A patent/DE1770146C3/de not_active Expired
-
1969
- 1969-04-01 CH CH493669A patent/CH526605A/de not_active IP Right Cessation
- 1969-04-03 FR FR6910269A patent/FR2005695A1/fr not_active Withdrawn
- 1969-04-03 NL NL6905287A patent/NL6905287A/xx unknown
- 1969-04-04 BE BE731064D patent/BE731064A/xx unknown
- 1969-04-04 US US813761A patent/US3609113A/en not_active Expired - Lifetime
- 1969-04-08 GB GB07948/69A patent/GB1248114A/en not_active Expired
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
US3609113A (en) | 1971-09-28 |
DE1770146C3 (de) | 1979-08-23 |
FR2005695A1 (de) | 1969-12-12 |
DE1770146A1 (de) | 1971-09-23 |
NL6905287A (de) | 1969-10-08 |
CH526605A (de) | 1972-08-15 |
GB1248114A (en) | 1971-09-29 |
BE731064A (de) | 1969-10-06 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE1770146C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von PoIy-(arylen-triketoimidazolidinen) | |
DE2542706C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Imidgruppen enthaltenden Polykondensaten | |
DE1595797A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyimidamid-Harzen | |
EP1311588B1 (de) | Polyamidimidharzlösung und ihre verwendung zur herstellung von drahtlacken | |
DE1494587A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von elastomeren Faeden | |
DE3804401A1 (de) | Formmassen bestehend aus einem thermoplastisch verarbeitbaren, aromatischen polyamid | |
DE1795637C3 (de) | Verwendung von Polyesterimiden für die Elektroisolierung | |
DE1928934C3 (de) | Modifizierte Polyesterimide-Drahtlacke | |
DE4440409C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyamidimid-Harzen mit hohem Molekulargewicht | |
DE1793700C3 (de) | 4,4'- eckige Klammer auf p-Phenylenbis- eckige Klammer auf (phenylimino) carbamyl eckige Klammer zu eckige Klammer zu diphthalsäureanhydrid und Verfahren zu seiner Herstellung | |
DE1962900C3 (de) | Polyamidimidester und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
DE1229067B (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyisocyanaten | |
DE3048434C2 (de) | ||
DE2202145C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyamidimiden | |
EP0064971A2 (de) | Hochmolekularer aromatischer Polyester, Verfahren zur Herstellung von Folien aus diesen Polyestern und Folie aus diesen Polyestern, ein elektrischer Leiter mit einer Isolierung aus diesen Polyestern und Verfahren zur Herstellung solcher Isolierungen | |
DE2032075C3 (de) | Mehrschichtisolierstoffe | |
DE1147041B (de) | Verfahren zur Herstellung von fuer die Herstellung von Fasern oder Filmen geeigneten, kaltverstreckbaren, hoch-polymeren organischen Saeureanhydriden | |
EP0104417A2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyamidimiden | |
DE2724913C2 (de) | ||
DE1795596C3 (de) | Bis-Trimellithsäureimid des 4,4'- Diaminodiphenylmethans | |
DE1720909B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von PoIyamidimiden | |
EP0241672B1 (de) | Verfahren zur Herstellung thermoplastisch verarbeitbarer aromatischer Polyamide und Polyamidimide | |
DE3105776A1 (de) | Neue diisocyanate, ein verfahren zu ihrer herstellung, sowie ihre verwendung als aufbaukomponente bei der herstellung von polyurethankunststoffen | |
DE1794337C3 (de) | Stabile Überzugsmasse. Ausscheidung aus: 1520767 | |
DE2239611B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von in Kresol löslichen Polyamidimidvorläufern |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |