DE3888504T2 - Behandlung von Mastitis und Appliziereinrichtung dafür. - Google Patents

Behandlung von Mastitis und Appliziereinrichtung dafür.

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Description

  • Die Erfindung betrifft die Behandlung von Mastitis; insbesondere betrifft die Erfindung die Behandlung von Rindermastitis, die die sogenannte "subklinische Mastitis" und die sogenannte "Sommermastitis" umfassen kann.
  • Die vorliegerde Erfindung offenbart insbesondere die Verwendung von (Mon)oxychlorosen oder Natriumoxychlorosen zur Herstellung eines Medikamente zur Behandlung von Mastitis.
  • Obwohl die vorliegende Erfindung ganz allgemein auf alle Tiere anwendbar ist, die an Mastitiszuständen leiden, wird sie im folgenden vor allem unter Bezugnahme auf Milchvieh veranschaulicht werden. Kurz ausgedrückt ist die Mastitis ein Zustand, der durch bakterielle Invasion der Milchorgane verursacht wird, das unter anderem zur schmerzlichen Entzündung und zu unerwünschter Sekretion führt. Man nimmt an, daß zahlreiche Mikroorganismen zu diesem Problem beitragen; eine Handvoll Erreger kommt jedoch häufig vor und ist demnach gefährlich, zum Beispiel Staph. coagulase positiv, Str. dysgalactiae, uberis und agalactiae und E. coli. Die "Sommermastitis" wird im allgemeinen durch Fliegen in nicht-laktierende Tiere übertragen. In "subklinischen" Fällen leiden Tiere an diesem Zustand, und sie können als Infektionsquelle wirken wobei sich bei ihnen jedoch nicht die vollen Symptome manifestieren.
  • Viele Jahre lang wurde die Mastitis bei Milchvieh durch Gabe von vergleichsweise kleinen Mengen an anttbiotischen Suspensionen in das Euter behanäelt, nachdem es so weit wie möglich entleert worden war. Es wurden zahlreiche Materialien verwendet, und alle Materialien bringen für den Bauer/Hersteller und den Verwender/Konsumenten verschiedene Probieme mit sich.
  • Da herkömmliche Antibiotika nach einem Behandlungsdurchgang lange wirken, wird beim Melken des Euters weiterhin antibiotika-enthaltende Milch abgegeben. Die Mengen nehmen mit der Zeit ab, aber sie bleiben im allgemeinen bis zu zwischen 6 und 10 Melkungen problematisch. Während dieses Zeitraums enthält die Milch ausreichend aktives Antibiotikum, um das Wachstum von Organismen in der Milch signifikant zu hemmen, insbesondere das Wachstum solcher Organismen, die zur Verarbeitung der Milch zu Joghurt oder Käse erforderlich sind; die Antibiotika zeigen auch merkliche Wirkungen aur die Intestinalflora der Konsumenten, insbesondere (junger) Kinder mit hoher Milchaufnahme und niedrigem Körpergewicht. Weiterhin ist es allgemein bekannt, daß ein Teil der Bevölkerung gegen einige Antibiotika, insbesondere Penicilline, allergische Reaktionen zeigt. Aus diesen Gründen sind in solchen Ländern, in denen der Verkauf von Antibiotika durch Gesetzgebung wirksam kontrolliert wird, die Mengen der zulässigen Antibiotikareste vorgeschrieben. Im allgemeinen bewegen sich deren obere Grenzen nach unten und demnach nimmt der Zeitraum, in dem die Milch eines Tieres von der Auslieferung zurückgehalten werden muß (das heißt verworfen werden muß), zu. Weiterhin ist die Verwendung prophylaktischer Chlor-Zitzenbäder bekannt.
  • Es wurde erfindungsgemäß gefunden, daß (Mon)oxychlorosen oder Natriumoxychlorosen in einem wäßrigen Medium eine wirksame Behandlung der Mastitis in einem laktierenden oder nicht-laktierenden Milchvieh darstellt. Hierdurch werden andere Behandlungmethoden nicht ausgeschlossen und tatsächlich können diese miteinander zusammenwirken. Der aktive Bestandteil ist zur Verwendung in Humanarzneimitteln als Desinfektionsmittel bekannt; er wurde jedoch nie zur Verwendung in der Veterinärmedizin, insbesondere zur Behandlung von Mastitis durch Infusion, vorgeschlagen.
  • Wie oben bereits ausgeführt, offenbart die vorliegende Erfindung die Verwendung von (Mon)oxychlorosen oder Natriumoxychlorosen zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung von Mastitis. Allgemein ausgedrückt umfaßt die Behandlung der Mastitis die Verwendung einer infusion einer wirksamen Menge von (Mon)oxychlorosen oder Natriumoxychlorosen in einem wäßrigen Träger. Die Zusammensetzungen umfassen den obigen Wirkstoff in einem wäßrigen Medium, das Wasser oder, bevorzugt, eine Salzlösung sein kann. Es ist wichtig, daß die Infusion zur Verwendungszeit hergestellt wird.
  • Entsprechend Martindale, The Extra Pharmacopoeia, ist (Mon)oxychlorosen der Hypochlorsäurekomplex einer Mischung der Phenylsulfonatderivate aliphatischer Kohlenwasserstoffe. Es ist ein feines weißes Pulver, welches sich langsam in Wasser löst und anschließend schnell hydrolisiert. Es ist allgemein kommerziell als "Chlorpactin " (eingetragenes Warenzeichen) erhältlich.
  • Es konnte nunmehr gezeigt werden, daß wäßrige Lösungen von Natrium-(mon)oxychlorosen, insbesondere in physiologischer Kochsalzlösung, hergestellt zum Zeitpunkt der Verwendung und infundiert in ein infiziertes Euterviertel der Kuh, bei der Behandlung von Mastitis wirksam ist. Im allgemeinen ist eine Verabreichung von 3 oder 4 Infusionen ausreichend, um die klinischen Symptome des Zustandes zu lindern. Dies ist mit einer herkömmlichen Antibiotikabehandlung vergleichbar.
  • Man nimmt an, daß der aktive Bestandteil im infundierten Viertel durch die Freisetzung von Hypochlorsäuregas in den Euterraum reagiert und damit die eingedrungenen Organismen abtötet. Er wirkt relativ kurz, jedoch sehr stark. Der aktive Bestandteil baut sich demnach während der Reaktion ab, wobei eine kleine Restmenge in der Milch verbleibt und anschließend vom behandelten Viertel beziehungsweise von den behandelten Vierteln abgeführt wird; ein derartiger Rest wirkt auf alle heute bekannten Tests auf inhibitorische Substanzen nicht inhibitorisch. Insbesondere wird er Käse- und Joghurt-Starterkulturen nicht beeinflussen, und er ist nachgewiesenermaßen gering toxisch. Aus diesen Gründen ist es möglich, die Milch nach einem Behandlungsdurchgang zu verwenden, wobei nur eine Melkung verworfen werder muß.
  • Im Gegensatz zur Behandlung mit Antibiotika, die systematisch absorbiert werden können, ermöglicht dieser neue Ansatz, daß nicht betroffene Viertel während eines Behandlungsdurchgangs normal gemolken werden. Während einige Bakterien antibiotikaresistent sind, kann dies für das erfindungsgemäß hergestellte Medikament nicht gesagt werden.
  • Die vorliegende Anwendung verwendet verdünnte wäßrige Lösungen des Wirkstoffs, beispielsweise bis zu 2,5 % w/v. Im allgemeinen würde ein Behandlungsdurchgang beispielsweise 4 bis 6 Infusionen von 40 ml Aliquots von 1,25 % w/v-Lösungen umfassen. Normalerweise würde ein Behandlungsdurchgang mit dem Melkzeitplan über mehrere Tage zusammenfallen; falls es jedoch erwünscht ist, könnte die Entleerung/Infusion zum Beispiel stündlich wiederholt werden, so daß ein Tier beispielsweise am nächsten Tag wieder "on-line" sein könnte. Unter Berücksichtigung des Problems einer subklinischen Mastitis, könnten weiterhin periodische präventive Behandlungen erfolgen, da dies nur eine minimale Unterbrechung erfordern würde.
  • Herkömmlicherweise würde eine Infusion aus frisch hergestelltem Material unter Verwendung einer Spritze gegeben werden. Für die vorliegende Anwendung wird bevorzugt ein Infusionsapplikationsgerät zur Behandlung der Mastitis verwendet, das so ausgelegt ist, daß es mit dem Wirkstoff und dem Träger in getrennten Kammern gefüllt ist, wobei das Vermischen dann stattfindet, denn es erforderlich ist. (Vergleiche EP-A-323109 für weitere Einzelheiten).
  • Die vorliegerde Erfindung wird im folgenden näher veranschaulicht:
  • Der LD50-Wert von sterilisiertem, γ-bestrahltem (25 kGy, 2,5 Megarad) "Chlorpactin WCS-90" (Natriumoxychlorosen) in einem Milchträger lag bei mehr als 5,00 g/kg auf dem oralen Weg bei Ratten.
  • Bei weiteren Sicherheitsstudien wurde die Toleranz von Milchvieh untersucht:
  • 61 Tiere wurden Durchgängen von 6 Infusionen mit 2,5 % w/v Natriumoxychlorosen (das Doppelte der normalen Konzentration) unterworfen. Es wurden keine nachteiligen Wirkungen gefunden. Weiterhin wurden Untersuchungen bei 12 Infusionen von 1,25 % w/v Natriumoxychlorosen bei aufeinanderfolgenden Melkungen (das Doppelte der normalen Behandlungsdurchgangslänge) und 6 Infusionen von 1,25 % w/v Natriumoxychlorosen unter Verwendung von 80 ml (das Doppelte des normalen Volumens) durchgeführt. Es wurden keine nachteiligen Wirkungen gefunden.
  • Im folgenden wird eine Reststudie unter Verwendung eines vollständigen normalen Behandlungsdurchlaufs wiedergegeben (1,25 % w/v Natriumoxychlorosen).
  • Der Zweck dieser Untersuchung lag darin, die Restmengen "Chlorpactin WCS-90" zu beobachten, die in der Milch während eines Behandlungsdurchgangs nachweisbar sind.
  • Die vollständige Untersuchung, die die Form einer Reihe einzelner Untersuchungen hat, überwacht die Restmengen in der Milch von Kühen, die 6 Infusionen einer einzelnen Dosis "Chlorpactin " von normaler Stärke unterzogen wurden, während der Infusion sind für eine Reihe von Melkungen nachdem die Behandlung abgeschlossen war.
  • Die Analyse der Milchproben von jeder Kuh wurde durch Ionenpaar-Umkehrphasenchromatographie durchgeführt. Die Berechnung der "Chlorpactin "-Reste wurde im Fall der Untersuchung 01 durch das Peakhöhenverfahren durchgeführt, da die für die Standards verwendete Milch von einer anderen Quelle als von den getesteten Kühen stammte (untere Nachweisgrenze 7 ppm). In den Untersuchungen 02, 03 und 04 wurde, da die Standards in Milch gemacht wurden, die von der getesteten Kuh wenige Tage vor der Behandlung erhalten wurde, das Peakbereichsverfahren verwendet (Nachweisgrenze 1 ppm). Die Untersuchung 04 an Kühen mit Mastitis wurde wiederum mit dem Peakbereichsverfahren durchgeführt, wobei die Standards aus Milnh stammten, die wenige Tage nach Behandlungsende gewonnen wurden.
  • Behandlungen: Untersuchung 01
  • Zwei mittlere Milchmengen gebende Kühe (Friesische) wurden für den Versuch ausgewählt, wobei jede einem Behandlungsdurchgang mit "Chlorpactin WCS-90" unterzogen wurde. Die Behandlungen umfaßten 6 Infusionen, gefolgt von 6 aufeinanderfolgenden Melkungen, von "Chlorpactin " mit einer Einfachdosis von normaler Stärke (0,5 g/40 ml physiologischer Kochsalzlösung).
  • Untersuchung 02
  • Zwei gesunde Kühe mit mittlerer Milchleistung (Friesische) wurden für diesen Versuch ausgewählt; wiederum wurde jede Kuh einem Behandlungsdurchgang mit "Chlorpactin WCS-90" unterzogen. Die Untersuchung 02 unterschied sich von der Untersuchung 01 dadurch, daß eine Probe der Milch von den unter Test stehenden Vierteln von der Kuh wenige Tage vor der Behandlung entfernt wurde, um die Herstellung genauer Standards zu ermöglichen.
  • Untersuchung 03
  • Drei gesunde Kühe mit mittlerer Milchleistung (Friesische) wurden für den Versuch ausgewählt, wobei jede Kuh einem Behandlungsdurchgang mit "Chlorpactin WCS-90" unterzogen wurde, und zwar jedes der vier Viertel der Tiere.
  • Die Milch von allen vier Vierteln wurde auf Reste während und nach der Behandlung untersucht, wobei die Standards aus Milch von den Vierteln wenige Tage vor dem Versuch gewonnen wurden.
  • Untersuchung 04
  • Zwei Kühe mit Mastitis, die in der Wirksamkeitsstudie verwendet wurden, wurden von einem Zeitpunkt, an dem die Milch normal erschien, auf Reste in der Milch hin untersucht. Es war nicht möglich, die Milch mit den ernsthaft an Mastitis erkrankten Kühen auszuwerten, da keine Standards herstellbar sind, um Milch auszuwerten, die sich in ihrer Zusammensetzung ständig ändert. Die in diesem Fall verwendeten Standards wurden aus Milch hergestellt, die etwa 4 Tage, nachdem die letzte Probe genommen war, erhalten wurde.
  • Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind im einzelnen in der nachfolgenden Tabelle aufgefuhrt, und sie sprechen großteils für sich selbst. Die erste Infusion wurde nach der Melkung 1 durchgeführt, mit der Konsequenz, daß die Melkung 1 den Background darstellt. Die Mittelwerte am Ende der Tabelle sind so berechnet, daß die < 7 ppm und < 1 ppm-Ergebnisse als 7 beziehungsweise 1 benommen wurden.
  • In der Mehrheit der Fälle wurde der Background mit der achten Melkung erhalten (eine Melkung nachdem die Behandlung abgeschlossen war). ppm von Chlorpractin , nachgeweisen in der Milch eines Vierteils Untersuchungs-Nr. Untersuchtes Viertel Nummer der Melkung Grenze (ppm) Ausbeute (Liter) Mittelwert aller Untersuchungen in gesunden Kühen (01, 02, 03) 7 Kühe, 16 Viertel Mittelwert aller Viertel einschließlich Kühe mit Mastitis, Melkung No. 8 9 Kühe, 18 Viertel
  • Schlüssel: R.R. Rechte Hinterseite
  • R.F. Rechte Vorderseite
  • L.R. Linke Hinterseite
  • L.F. Linke Vorderseite
  • Die erste Iniusion wurde nach der Melkung Nr. 1 auf dieser Tabelle durchgeführt.
  • Der Mittelwert der Ergebnisse der Proben nach dem Aussetzen für eine Melkung beträgt 3,1 ppm.
  • 10 × 3,1 - 31 ppm ist weit weniger als die minimale Hemmungskonzentration, die etwa 2000 ppm gegen E.coli und St. faecalis (Intestinalflora) beträgt.
  • Eine Definition der Nulleffektmenge ist größer als 2800 ppm. Das ist mehr als das 600fache des gefundenen Mittelwerts. Diese Berechnungen unterstützen das Aussetzen für eine Melkung. Die Folgerung aus dieser Reihe experimenteller Untersuchungen ist die, daß, während die Ergebnisse, die von den während der Behandlung genommen Milchproben gewonnen wurden, unterschiedlich sind, die Mengen von "Chlorpactin ", die nach der Behandlung nachweisbar waren, schnell vollständig zum Background hin abfallen. Die erhaltenen Werte unterstützen damit stark ein Aussetzen von einer Melkung nach der Behandlung.
  • Die Hemmungswirkung von "Chlorpactin " auf Starterkulturen wurde ebenfalls untersucht:
  • Rohvollmilch wurde pasteurisiert und mit verschiedenen Konzentrationen an frisch hergestelltem "Chlorpactin " versetzt. Diese Proben wurden mit den Starterkulturen Streptococcus thermophilus und Lactobacillus bulgaricus, die in natürlichem Joghurt enthalten sind, beimpft, bei 37 ºC fünf Stunden lang inkubiert, und der Prozentsatz an Milchsäure wurde durch titrierbare Säure bestimmt (BSI, 1741:1963).
  • Mengen von bis zu 0,01 % (100 ppm) "Chlorpactin " zeigten keine Wirkung auf die Milchsäureproduktion, wobei die Starterkulturen sowohl in der Kontrolle als auch in der mit "Chlorpactin "- versetzten Milch etwa 0,9 % Milchsäure produzierten. Dies liegt innerhalb der empfohlenen Menge von 0,90 - 0,95 % Säure. Die Ausgangskultur des natürlichen Joghurt hatte eine Säure von 1,28 % Milchsäure, was ziemlich hoch ist.
  • Zusammenfassend zeigt "Chlorpactin " keine nachteilige Wirkung auf die Aktivität von Joghurt-Starterkultur, die normalerweise auf Hemmstoffe sehr empfindlich reagiert.
  • Es wurde eine experimentelle Untersuchung durchgeführt, um zu bestimmen, ob zwischen den Vierteln während eines Behandlungsdurchlaufs mit "Chlorpactin WCS-90" irgendeine Absorption auftritt.
  • Hierzu wurden zwei der Viertel einer gesunden Kuh in einem Behandlungsdurchgang mit dem doppelten der normalen Stärke infuiert, und jedes der vier Viertel wurde auf "Chlorpactin "-Reste hin beobachtet, sowohl während als auch nach dem Versuch. Dies wurde unter der Annahme durchgeführt, daß, falls das Material durch irgendeinen Mechanismus zwischen den Vierteln übertragen würde, dies in den unbehandelten Vierteln nachweisbar sein würde.
  • Eine Analyse der Milchproben aus jedem Viertel wurde durch Ionenpaar-Umkehrphasenchromatographie durchgeführt.
  • Die Berechnung der "Chlorpactin "-Reste wurde durch den Peakbereich durchgeführt, wobei die für die Standards verwendete Milch aus Milch hergestellt wurde, die mehrere Tage vor der Behandlung gewonnen wurde. Getrennte Standardsets wurden für jedes Viertel hergestellt, wobei die Analyse "blind" durchgeführt wurde, das heißt der Untersucher war vorher nicht davon informiert, welche Proben von Vierteln genommen waren, die mit "Chlorpactin " während des Behandlungsdurchgangs infundiert wurden.
  • Eine Kuh mit mittlerer Milchleistung (Friesische) wurde für den Versuch ausgewählt. Zwei der Viertel wurden je mit dem doppelten einer normalen Dosis "Chlorpactin WCS-90" (2 x 0,5 g in 40 ml physiologischer Kochsalzlösung) bei 6 aufeinanderfolgenden Gelegenheiten, gefolgt von 6 Melkungen, infundiert.
  • Die Milch von allen 4 Vierteln wurde sowohl während als auch nach dem Versuch auf Reste hin untersucht, um zu bestimmen, falls irgendeine Übertragung auf unbehandelte Viertel stattgefunden hatte.
  • Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in der nachfolgenden Tabelle angegeben. Die erste Infusion wurde nach der Melkung Nr. 1 durchgeführt, mit der Konsequenz, daß die Melkung 1 den Background darstellt.
  • Die Tabelle zeigt, daß, nachdem die Behandlung abgeschlossen ist, die Menge schnell zum Background zurückkehrt, was aus der Melkung Nr. 8 zu sehen ist. In den unbehandelten Vierteln konnte kein "Chlorpactin " nachgewiesen werden. Melkung Nr. Ergebnis Nachweisgrenze 1 ppm Chlorpactin (0,1 ppm Tensid)
  • Die mit 0 ppm bezeichneten Ergebnisse bedeuten < 1 ppm oder daß kein Peak gefunden wurde.
  • Schlüssel: R.R. Rechte Hinterseite
  • R.F. Rechte Vorderseite
  • L.R. Linke Hinterseite
  • L.F. Linke Vorderseite
  • Hieraus kann geschlossen werden, daß selbst mit einer Infusion mit der doppelten der normalen Stärke kein Übertragungsmechanismus von "Chlorpactin " auf unbehandelte Viertel existiert, weder während noch nach der Behandlung.
  • Das Ergebnis dieser Untersuchung zeigt, daß nur Milch aus dem behandelten Viertel verworfen werden muß und daß Milch von den unbehandelten Vierteln zu allen Zeiten in den Sammelbehälter gegeben werden kann.
  • Zusätzlich zu den oben genannten Sicherheitsaspekten wurde weiterhin die Wirksamkeit des erfindungsgemäß hergestellten Medikaments untersucht.
  • Wirksamkeitsuntersuchungen verwendeten die Hälfte der Herde als positive Kontrolle und die Hälfte der Herde für die experimentelle Benandlung. Die Herde wurde zufällig in zwei zahlenmäßig gleiche Hälften aufgeteilt. Die mit ungeraden Zahlen versehenen Kühe wurden behandelt, und die mit den geraden Zahlen versehenen Kühe dienten als positive Kontrolle. Jedes Tier, das ziemlich schlimm befaller war (das heißt systematisch befallen war) konnte von einem Veterinärmediziner untersucht werden, und es wurde auf keiner Seite in den Versuch mit einbezogen.
  • Für jeden Fall wurden die klinischen Symptome bei jeder Melkung notiert, und für jeden Fall wurden die Aufzeichnungen gemacht. Milchproben aus jedem infizierten Viertel wurden wie folgt zu den MMB-Laboratorien zur Zählung der Zellen und zur Identifikation der Bakterien gesandt:
  • 1. Anfang (keine Behandlung)
  • 2. 24 Std. (Vor der 2. Behandlung)
  • 3. 48 Std. (Vor der 4. Behandlung)
  • 4. 72 Std. (Vor der 6. Behandlung)
  • 5. 96 Std. (24 Stunden nach Behandlung)
  • 6. 120 Std. (48 Stunden nach Behandlung)
  • 7. 1 Woche (9 Tage nach der Behandlung)
  • 8. 2 Wochen (16 Tage nach der Behandlung)
  • Ein Euter, welches zur normalen Funktion zurückkehrte, wird als klinisch geheilt definiert.
  • Experimentelle Behandlung
  • 40 ml einer 1,25 % w/v Lösung von Natriumoxychlorosen wurde 6mal bei 6 Melkungen infundiert.
  • Positive Kontrolle:
  • Ein volles Röhrchen von 100 mg Procain/Penicillin/100 mg Dihydrostreptomycinsulfat wurde 6mal bei 6 Melkungen infundiert. 5 Messungen können von den erhältlichen Figuren durchgeführt werden:
  • (a) Klinische Heilungsrate
  • (b) Mikrobiologische Heilungsrate
  • (c) Mittlere Zellzahl
  • (d) Mittlere Anzahl an Röhrchen, um ein klinische Heilung zu bewirken
  • (e) Mittlere Anzahl an Röhrchen, um eine mikrobiologische Heilung zu bewirken Klinischer Test: Experimentelle Arbeit: Tiere mit ungeraden Zahlen. Natriumoxychlorosen. 40 ml 1,25 % w/v. 6mal bei aufeinanderfolgenden Melkungen. Erregerorganismen Gesamtfälle der 6 Infusionen Klinische Heilungen % Klinische Heilungen Staph. coagulase positiv E.coli Str.dysgalactiae Str.uberis Str.agalactiae
  • Positive Kontrolle
  • Tiere mit geaden Zahlen.
  • Procain-Penicillin/Dihydrostreptomycinsulfat. 6mal bei 6 Melkungen. Erregerorganismen Gesamtfälle der 6 Infusionen Klinische Heilungen % Klinische Heilungen Staph. coagulase positiv E.coli Str.dysgalactiae Str.uberis Str.agalactiae
  • Eine statistische Behandlung der Ergebnisse zeigt, daß, mit 95 % statistischer Sicherheit, die vorliegende Behandlung mit 1,25 % w/v Natriumoxychlorosen den herkömmlichen Antibiotikabehandlungen überlegen ist.
  • Die Zahl der somatischen Zellen in der Milch aus den einzelnen Vierteln ist ein Hinweis auf den Gesundheitszustand dieses Viertels. Je höher die Zellzahl, desto größer ist der Infektionsgrad oder die Reizwirkung im Euter.
  • Die mittleren Zellzahlen für alle an MMB gesandten experimentellen Milchproben sind unten gezeigt. Es ist nicht immer möglich, eine Zellzahl zu erhalten, falls die Milch offensichtlich mastitisch ist oder falls die Probe auf dem Weg verdirbt. Ein Problem mit Natriumoxychlorosenproben ist, daß aufgrund fehlender inhibitorischer Wirkungep die Proben auf dem Weg sehr schnell verderben können. Proben, die Antibiotikainhibitoren enthalten, sind auf dem Weg gegen mikrobiologischen Verderb besser geschützt. Einige Proben wurden wenn sie spezifisch für die Zellzahlen benötigt wurden und nicht für den Test auf den Erregerorganismus, durch die Zugabe von Formalin geschützt. Dies wurde beispielsweise durchgeführt, wenn die Reizstudien durchgeführt wurden. Zellmittelwerte während und nach den vollständigen Behandlungen Tag Konventionelles Antibiotikum Natriumoxychlorosen (1,25 %)
  • (Die Unterschiede in n, der Zahl der Bestimmungen, von der der mittlere Zellwert berechnet wird, sind auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, beispielsweise auf Proben, die beim Transport auslaufen, auf schnelleren Abbau von Proben bei heißem Wetter, insbesondere, wenn keine Inhibitorsubstanzen vorliegen (das heißt Natriumoxychlorosen).
  • Mittelwert der Infusionen, um eine klinische Heilung zu bewirken, wo eine klinische Heilung nach bis zu 6 Infusionen bewirkt wird. Experimentell
  • Mittelwert Infusionen n = 70
  • Natriumoxychlorosen 1,25 % w/v x = 4,11
  • On&sub1; = 1,61
  • Positive Kontrolle
  • Mittelwert der Infusionen n = 30
  • Herkömmliches Antibiotikum x = 5,13
  • On&sub1; = 1,10
  • Analyse
  • Experimentell gegen positive Kontrolle 72 Freiheitsgrade.
  • t = 3,098. Signifikanz (p < 0,01).

Claims (1)

1. Verwendung von (Mon)oxychlorosen oder Natriumoxychlorosen zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung von Mastitis.
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