DE4025294C2 - Steuervorrichtung für eine elektroerosive Bearbeitung - Google Patents
Steuervorrichtung für eine elektroerosive BearbeitungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für eine
elektroerosive Bearbeitung mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1. Eine derartige Steuervorrichtung für eine
elektroerosive Bearbeitung ist aus A. Morita: "FUZZY
CONTROLLER FOR EDM. In: Proceedings of International
Symposium for Electro-Machining (TSEM-9), Japan Society of
Electrical-Machining Engineers, Nagoya, J, 1989, Seiten
236-239" bekannt. Hier werden die elektrischen
Bearbeitungsparameter bei einer elektroerosiven Bearbeitung
nicht direkt mittels Fuzzy-Logik-Verfahren gesteuert. Im
Gegensatz dazu wird ein Stabilitätswert unter Verwendung
einer Fuzzy-Logik-Folgerung auf Grundlage eines erfaßten
gegenwärtigen Bearbeitungszustands abgeschätzt. Wenn erfaßt
wird, daß die Bearbeitungsbedingungen instabil werden, gibt
eine Aktionsstufe Befehle an eine herkömmliche Spaltabstands-
Steuereinrichtung bzw. einen Impulsgenerator aus, wobei diese
Befehle die jeweiligen Steuereinrichtungen veranlassen, einen
Parametereinstellung vorzunehmen, die zu einem stabilen
Bearbeitungszustand führt. Sobald ein stabiler
Bearbeitungszustand erreicht worden ist, versucht die
Steuereinrichtung ferner, eine optimale Bearbeitungszustands-
Einstellung erneut herzustellen, bis die nächste Instabilität
auftritt. Während hier also eine Fuzzy-Folgerung zur
Abschätzung der Stabilität der Bearbeitungsbedingungen
ausgeführt wird, ist keine direkte Einwirkung auf die
Bearbeitungsparameter aufgrund der Fuzzy-Steuerungsschleife
vorhanden. Dennoch werden aber herkömmliche
Steuereinrichtungen für die stabile und zuverlässige direkte
Steuerung der elektrischen Bearbeitungsparameter benötigt.
Xiong, Yiongmin: "Fuzzy Pattern Recognition and Fuzzy Control
in EDM. In: Proceedings of International Symposium for
Electro-Machining (ISEM-9), Japan Society of Electrical-
Machining Engineers, Nagoya, J, 1989, Seiten 357-360"
beschreibt die Verwendung von Algorithmen für eine
Impulszustands-Erkennung, eine Vorhersage und deren Steuerung
bei einem elektroerosiven Bearbeitungsprozeß.
Wahrscheinlichkeitstheorien und eine Fuzzy-Steuerung werden
dabei verwendet. Bei dem Steuersystem werden einige Fuzzy-
Wörter definiert, um die Eingänge und Ausgänge zu definieren.
Die DE 32 28 258 C2 beschreibt ein Verfahren zur
automatischen Prozeßführung für eine funkenerosive
Bearbeitung. Beispielsweise wird hier die Pausenzeit
gesteuert. Das Verfahren basiert im wesentlichen auf einer
logrithmischen Beziehung zwischen der Vorschubgeschwindigkeit
und der gemittelten Leistung. Dazu wird Strom und Spannung
über dem Bearbeitungsspalt gemessen und mit Hilfe eines
Servoreglers sowie Einrichtungen zum schnellen Zurückziehen
und Vorschieben der Elektrode wird eine Regelung des
Bearbeitungsvorgangs durchgeführt. Zwar soll hier der
Eingriff einer Bedienerperson vermieden werden, jedoch wird
dies hier durch herkömmliche Regelungstechniken und
Prinzipien erreicht. Der Einsatz von Fuzzy-Logik wird nicht
angesprochen.
Die DE-Z: M.Weck, J.M. Dehmer, "Digitale adaptive Regelung
des Funktionserosionsprozesses", In: VDI-Z 131 (1989), Nr. 2-
Februar, Seiten 39-44 beschreibt ebenfalls eine herkömmliche
Regelung einer Elektroerosionsmaschine ohne Einbeziehung der
Theorie der Fuzzy-Logik. Hier wird lediglich eine
Mehrgrößenregelung mit einem Mehrprozessorsystem zur
Optimierung der Funkenerosion auf Grundlage vieler
Bearbeitungsparameter vorgenommen.
Die ältere Anmeldung EP 0 426 870 A1 beschreibt ein
Steuerungssystem für eine Funkenerosionsbearbeitungsmaschine,
bei der eine Fuzzy-Logik für den Steuerungsablauf
herangezogen wird. Der abgeschätzte Entladungszustand wird
einer Fuzzy-Steuereinheit eingegeben, die eine Abwägung unter
Verwendung einer Fuzzy-Logik bezüglich des abgeschätzten
Entladungszustands vornimmt, um die Inkrementierung der
Sprungperiode und die Inkrementierung des Sprungabstands zu
bestimmen.
Allgemein ist es also bei der elektroerosiven Bearbeitung
wünschenswert, die während der elektroerosiven Bearbeitung
auftretenden Bearbeitungsbedingungen optimal einzustellen und
die Steuervorgang so durchzuführen, daß die Effizienz der
elektroerosiven Bearbeitung maximiert wird.
Bei einem elektroerosiven Bearbeitungsvorgang ist es
erforderlich, um die Bearbeitungsbedingungen der
elektrischen Entladung stabil zu halten und die Effizienz
der elektroerosiven Bearbeitung zu verbessern, in
geeigneter Weise eine Pausezeit, eine elektrische
Entladungszeit, eine Servoreferenzspannung und eine
Spindelvorschubgeschwindigkeit
(Spindelvorschubgeschwindigkeitsverstärkung) während der
Bearbeitung zu steuern.
Fig. 1 ist ein Blockschaltbild einer bekannten
Steuervorrichtung für eine elektroerosive Bearbeitung
entsprechend einem Pausezeit-Steuersystem.
In Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 1 einen
elektroerosiven Bearbeitungsvorgang einschl. elektrischer
Entladungserscheinungen; 2, Zustandsdaten des
elektroerosiven Bearbeitungsvorgangs; 3, eine
Stromversorgung für die Bearbeitung; 4, einen
Zustandsdetektor zur Erfassung der Zustandsdaten 2; 5, den
Erfassungswert des Zustandsdetektors; 6, eine
Pausezeit-Einstelleinheit; 7, den von der Einstelleinheit 6
gelieferten Befehlswert; 8, eine Pausezeitsteuerung zur
Steuerung einer Pausezeit abhängig von dem von der
Pausezeit-Einstelleinheit 6 gelieferten Befehlswert und vom
Erfassungswert 5 der Zustandsdaten des elektroerosiven
Bearbeitungsverfahrens, die vom Zustandsdetektor 4
ausgegeben werden; und 9, die Pausezeitdaten, die durch die
Pausezeitsteuerung 8 geliefert werden.
Es wird der Betrieb der bekannten, auf diese Weise
aufgebauten Steuervorrichtung für die elektroerosive
Bearbeitung beschrieben.
Der Bediener stellt eine Pausezeit ein, eine der
Bedingungen der elektroerosiven Bearbeitung mittels der
Pausezeit-Einstelleinheit 8, zur Durchführung eines
elektroerosiven Bearbeitungsvorgangs. Während der
elektroerosiven Bearbeitung ist der Spalt zwischen einer
Bearbeitungselektrode und einem Werkstück im allgemeinen
schmal, in der Größenordnung von 10 bis 50 µm. Während die
Bearbeitung fortschreitet, wird Abfallmaterial,
beispielsweise kleine Teilchen, gebildet, und im Spalt
erfaßt, so daß die elektrische Entladung mit dem
Abfallmaterial erfolgt, mit dem Ergebnis, daß leicht eine
sekundäre elektrische Entladung oder eine anormale
elektrische Entladung auftritt. Dies beruht auf dem
Umstand, daß die Menge des gebildeten Abfallmaterials
größer ist als die Menge des Abfallmaterials, das abgeführt
werden kann. Diese Schwierigkeit wird in folgender Weise
beseitigt: Wird ein derartiger anormaler Zustand erfaßt, so
wird die Pausezeit entsprechend dem erfaßten anormalen
Zustand erhöht, wodurch die Ansammlung von Abfallmaterial
im Entladungsspalt verhindert wird.
Der Zustandsdetektor 4 erfaßt die Zustandsdaten 2 des
Verfahrens und überträgt das Auftreten einer anormalen
elektrischen Entladung als Erfassungswert 5 an die
Pausezeitsteuerung 8. Abhängig von dem vom Zustandsdetektor
4 gelieferten Erfassungswert 5 und dem von der
Pausezeit-Einstelleinheit 6 gelieferten Befehlswert steuert
die Pauszeitsteuerung 8 die Pausezeit. Die Pausezeitdaten 9
werden der Stromversorgung 3 für die Bearbeitung zugeführt.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung offensichtlich ist,
ist die Steuerung der Pausezeit wesentlich, um die
Bearbeitungsbedingungen der elektrischen Entladung stabil
zu halten. Jedoch erniedrigt das Verfahren die
Bearbeitungseffizienz; das heißt, es verschwendet Zeit für
den Einsatz für den Bearbeitungsvorgang. Zur Verbesserung
der Bearbeitungseffizienz ist es somit wesentlich, die
Pauszeit wirksam in der geeignetsten Weise zu steuern. Zu
diesem Zweck ist es erforderlich, Zustände zur
Pauseerhöhung oder Pauseerniedrigung entsprechend den
Impulszuständen der Stromversorgung für die Bearbeitung zu
bestimmen, sowie entsprechend der Gestaltung der
Bearbeitungselektrode, und den Werkstoffen der
Bearbeitungselektrode und des Werkstücks zusammengenommen.
Diese Bestimmung hängt in großem Umfang von der Erfahrung
eines geschickten Bedieners ab. Ein derartiger erfahrener
Bediener überwacht, wie instabil die
Bearbeitungsbedingungen der elektrischen Entladung sind und
justiert die Pausezeit.
Fig. 2 ist ein Blockschaltbild einer bekannten
Steuervorrichtung für eine elektroerosive Bearbeitung
entsprechend einem Steuersystem für die Dauer der
elektrischen Entladung. In Fig. 2 bezeichnet das
Bezugszeichen 1 ein elektroerosives Bearbeitungsverfahren,
das eine elektrische Entladungserscheinung umfaßt; 2,
Zustandsdaten des elektroerosiven Bearbeitungsverfahrens;
3, eine Stromversorgung für die Bearbeitung; 4, einen
Zustandsdetektor zur Erfassung der Zustandsdaten 2; 10,
eine Einstelleinheit 10 für die Dauer der elektrischen
Entladung zur Einstellung einer elektrischen
Entladungsdauer; 11, einen Befehlswert, der vom
Zustandsdetektor geliefert wird; 12, eine Steuerung für
eine elektrische Entladungsdauer zur Steuerung der
elektrischen Entladungsdauer entsprechend einem Befehlswert
der von der Einstelleinheit 10 für die Dauer der
elektrischen Entladung geliefert wird und dem
Erfassungswert 5 der Zustandsdaten des elektroerosiven
Bearbeitungsverfahrens, der vom Zustandsdetektor 4
geliefert wird; 13, Daten bezüglich der Dauer der
elektrischen Entladung, die von der Steuerung 12 geliefert
werden.
Es wird der Betrieb der in dieser Weise aufgebauten
Steuervorrichtung beschrieben.
Bei einem elektroerosiven Bearbeitungsvorgang, der eine
Elektrode aus Graphitwerkstoff verwendet, erstellt der
Bediener eine Zeitdauer der elektrischen Entladung, eine
der Bearbeitungsbedingungen, mittels der Einstelleinheit 10
für die Dauer der elektrischen Entladung ein. In der
Charakteristik der elektroerosiven Bearbeitung verringert
sich mit ansteigender Zeitdauer der elektrischen Entladung
die Verbrauchsgröße der Elektrode, und die
Bearbeitungsgenauigkeit steigt an; wird jedoch die
Zeitdauer der elektrischen Entladung extrem erhöht, so
konzentriert sich das Auftreten von elektrischen
Entladungen an einer Ecke der Elektrode, wodurch leicht
eine sekundäre elektrische Entladung oder eine anormale
elektrische Entladung auftritt. Ferner werden in einem
elektroerosiven Bearbeitungsvorgang, der eine
Graphitelektrode gemäß Fig. 3 verwendet, Vorsprünge 41 an
einer Ecke der Elektrode 40 gebildet, womit es unmöglich
wird, den Bearbeitungsvorgang fortzuführen. Um diese
Schwierigkeit zu beseitigen, wird folgendes Verfahren
verwendet: Wird die anormale elektrische Entladung erfaßt,
so wird die Zeitdauer der elektrischen Entladung
verkleinert, so daß die an der Ecke der Elektrode
gebildeten Vorsprünge aufgebraucht werden. Unter dieser
Bedingung wird der Bearbeitungsvorgang fortgesetzt, bis er
stabil wird. Nachdem alle Vorsprünge beseitigt wurden, sind
die Bearbeitungsbedingungen wieder hergestellt. Durch
wiederholte Durchführung des vorstehend beschriebenen
Vorgangs kann nicht nur der Elektrodenverbrauch, sondern
auch die Bearbeitungszeit minimiert werden. Der
Zustandsdetektor 4 zur Erfassung von anormalen elektrischen
Entladungen arbeitet, um beispielsweise die Amplitude der
Bewegung der Elektrode oder die Aufwärtsbewegung der
Elektrode vom tiefsten Bearbeitungspunkt während der
elektroerosiven Bearbeitung zu erfassen.
Der Zustandsdetektor 4 erfaßt die Zustandsdaten (2) des
Verfahrens und überträgt das Auftreten einer anormalen
elektrischen Entladung, als Erfassungswert 5, zur Steuerung
12 für die Zeitdauer der elektrischen Entladung. Die
Steuerung 12 steuert die Zeitdauer der elektrischen
Entladung entsprechend dem Befehlswert der von der
Einstelleinheit 10 für die Zeitdauer der elektrischen
Entladung geliefert wird und entsprechend den Zustandsdaten
des elektroerosiven Bearbeitungsverfahrens, die vom
Zustandsdetektor 4 geliefert werden, um Zeitdauerdaten 13
für die elektrische Entladung zu liefern, die der
Stromversorgung 3 für die Bearbeitung zugeführt werden.
Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung ergibt, ist die
Steuerung der Zeitdauer der elektrischen Entladung
wesentlich für die Stabilisierung des elektroerosiven
Bearbeitungsvorgangs; sie ist jedoch nicht immer bevorzugt
im Hinblick auf die Bearbeitungsgenauigkeit; das heißt, um
die Bearbeitungseffizienz zu verbessern, ist es wesentlich,
die Zeitdauer der elektrischen Entladung in der
geeignetsten Weise zu steuern. Zu diesem Zweck ist es
erforderlich, die Bedingungen, die die Zeitdauer der
elektrischen Entladung erhöhen oder verringern,
entsprechend den Impulszuständen der Stromversorgung der
Bearbeitung zu bestimmen, sowie entsprechend der Gestaltung
der Bearbeitungselektrode, und der Werkstoffe der
Bearbeitungselektrode und des Werkstücks zusammengenommen.
Im allgemeinen hängt diese Bestimmung stark von der
Erfahrung eines geschickten Bedieners ab. Ein derartiger
geschickter Bediener überwacht die Instabilität der
elektroerosiven Bearbeitungsbedingungen, um die Zeitdauer
der elektrischen Entladung einzustellen.
Fig. 4 ist ein Blockschaltbild einer bekannten
Steuervorrichtung für die elektroerosive Bearbeitung, das
mit einem Servobezugsspannungs-Steuersystem arbeitet. In
Fig. 4 bezeichnet das Bezugszeichen 1 ein elektroerosives
Bearbeitungsverfahren, das elektrische
Entladungserscheinungen umfaßt; 2, die Zustandsdaten des
elektroerosiven Bearbeitungsverfahrens; 14, ein
Elektrodensteuersystem; 15, ein Abstandssignal
entsprechend dem Bearbeitungsspalt zwischen einem Werkstück
und einer Bearbeitungselektrode, die durch das
Elektrodensteuersystem eingestellt wird; 4, einen
Zustandsdetektor zur Erfassung der Zustandsdaten 2; 5,
einen vom Zustandsdetektor gelieferten Erfassungswert; 16,
eine Einstelleinheit für eine Servobezugsspannung zur
Einstellung einer Servobezugsspannung für einen
elektroerosiven Bearbeitungsvorgang; 17, einen Befehlswert
(Vref), der von der Einheit 16 geliefert wird; und 18, eine
Rechnereinheit zum Erhalt des Unterschieds 18a zwischen dem
Befehlswert (Vref) und dem Erfassungswert 5. Der
Unterschied 18a wird dem Elektrodensteuersystem 14
zugeführt. Das System 14 erstellt das Abstandsignal 15
bezüglich des Bearbeitungsspalts nach, so daß der
Unterschied 18a Null wird.
Die Fig. 5 und 6 zeigen die Beziehungen zwischen dem
Servobezugsspannungs-Befehlswert Vref und
Inter-Elektrodenspannungswellenformen. In diesen Figuren
bezeichnet das Bezugszeichen VM eine
Inter-Elektrodendurchschnittsspannung, und TM, eine
lastfreie Zeit. Im Falle der Fig. 5 ist der
Servobezugsspannungs-Befehlswert Vref hoch, während er im
Falle der Fig. 6 niedrig ist. Falls der
Servobezugsspannungs-Befehlswert Vref wie in Fig. 5 hoch
ist, ist die Inter-Elektrodendurchschnittsspannung VM
hoch, und die lastfreie Zeit TM ist lang; das heißt, eine
Entladungswartezeit seit der Zuführung einer
Inter-Elektrodenspannung ist lang, und infolgedessen ist
der Abstand 15 des Bearbeitungsspalts groß. Ist
andererseits der Servobezugsspannungs-Befehlswert Vref
gemäß Fig. 6 klein, so ist die
inter-Elektrodendurchschnittsspannung VM klein, und die
lastfreie Zeit TM ist kurz; das heißt, eine
Entladungswartezeit seit der Zuführung einer
Inter-Elektrodenspannung ist kurz, so daß infolgedessen der
Abstand 15 des Bearbeitungsspalts klein ist. Wird somit der
Servobezugsspannungs-Befehlswert Vref erhöht, so wird der
Abstand 15 des Bearbeitungsspalts erhöht, so daß das
während der Bearbeitung gebildete Abfallmaterial mühelos
entfernt werden kann, und der Bearbeitungsvorgang somit
stabil wird; jedoch wird die Bearbeitungsgeschwindigkeit
verringert. Wird andererseits der
Servobezugsspannungs-Befehlswert Vref verringert, so wird
der Abstand 15 des Bearbeitungsspalts verringert, es wird
ziemlich schwierig, das Abfallmaterial zu entfernen, und
der Bearbeitungsvorgang ist ziemlich instabil; jedoch ist
die Bearbeitungsgeschwindigkeit erhöht.
Im allgemeinen bestimmt der Bediener vor dem Beginn eines
elektroerosiven Bearbeitungsvorgangs den
Servobezugsspannungswert entsprechend den
Bearbeitungsangaben, wie beispielsweise der
Bearbeitungstiefe, einer Elektrodengestaltung, eines
Zuführverfahrens der Bearbeitungslösung, und den
Werkstoffen einer Elektrode und eines Werkstücks, und
stellt ihn mit der Servobezugsspannungs-Einstelleinheit 16
ein.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich ist, ist
der Servobezugsspannungswert wesentlich, um die Bedingungen
der elektroerosiven Bearbeitung stabil zu halten und die
Bearbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Somit ist es
wichtig, die Servobezugsspannung auf einen geeignetsten
Wert einzustellen. Das heißt, der Servobezugsspannungswert
sollte entsprechend den Schwankungen der Bearbeitungstiefe,
den Impulszuständen der Stromversorgung für die
Bearbeitung, einem einem Werkstück gegenüberliegenden
Elektrodenbereich, einem Zufuhrverfahren für die
Bearbeitungslösung, und den Werkstoffen von Elektrode und
Werkstück zusammengenommen, bestimmt werden.
Im allgemeinen hängt diese Bestimmung stark von der
Erfahrung eines geschickten Bedieners ab. Er überwacht die
Instabilität der elektroerosiven Bearbeitungsbedingungen,
um die Servobezugsspannungs-Zeitdauer einzustellen.
Fig. 7 ist ein Blockschaltbild einer bekannten
Steuervorrichtung für die elektroerosive Bearbeitung mit
einem Geschwindigkeitsverstärkungssteuersystem. In Fig. 7
bezeichnet das Bezugszeichen 1 ein elektroerosives
Bearbeitungsverfahren, das eine elektrische
Entladungserscheinung umfaßt; 2, die Zustandsdaten des
elektroerosiven Bearbeitungsverfahrens; 4, einen
Zustandsdetektor zur Erfassung der Zustandsdaten des
Verfahrens; 5, einen Erfassungswert der Zustandsdaten des
Verfahrens; 43, ein Elektrodensteuersystem; 43a, die
Ansprechgeschwindigkeit der vom Elektrodensteuersystem
gesteuerten Elektrode; 44, eine
Geschwindigkeitsverstärkungs-Einstelleinheit zur
Einstellung einer Spindelvorschubgeschwindigkeit für einen
Bearbeitungsvorgang; 44a, einen von der Einheit 44
gelieferten Einstellwert; 45, einen Verstärker zur
Zuführung einer Geschwindigkeitsverstärkung zu einem
Spindelvorschubgeschwindigkeit-Befehlswert, 45a, einen
Vorschubgeschwindigkeit-Befehlswert, der mit der
Geschwindigkeitsverstärkung verstärkt ist; 46, eine
Rechnereinheit zur Durchführung eines Rechnungsvorgangs mit
dem Erfassungswert der Zustandsdaten, die zum
Servospannungsbefehlswert rückgekoppelt wurden; und 46a,
den Ausgang der Rechnereinheit 46.
Es wird der Betrieb der auf diese Weise aufgebauten
Steuervorrichtung für die elektroerosive Bearbeitung
beschrieben. Vor einem elektroerosiven Bearbeitungsvorgang
wird eine Geschwindigkeitsverstärkung eine der
Bearbeitungszustände, mit der
Geschwindigkeitsverstärkung-Einstelleinheit 44 eingestellt.
Beim elektroerosiven Bearbeitungsvorgang werden der
Bezugsservospannungsbefehlswert, und der Erfassungswert der
Zustandsdaten, der vom Zustandsdetektor 4 erfaßt wird, der
Rechnereinheit 44 zugeführt, deren Ausgang 46a an den
Verstärker 45 gegeben wird. Im Verstärker 45 wird der
Eingang A (d. h. der Ausgang 46a der Rechnereinheit 46) mit
einer Verstärkung K verstärkt, die durch die
Geschwindigkeitsverstärkung-Einstelleinheit 44 eingestellt
ist. Der Ausgang 45a (AK = K A) des Verstärkers, wird dem
Elektrodensteuersystem 43 zugeführt. Letzteres ändert die
Ansprechgeschwindigkeit 43a einer Elektrode in
Vorwärts-Rückwärtsrichtung entsprechend dem Ausgang 45a des
Verstärkers, womit die Elektrode im Bearbeitungsverfahren 1
gesteuert wird.
Die Fig. 8 und 9 zeigen die Beziehung zwischen einer
Inter-Elektrodenspannungswellenform und einem
verstärkungseinstellwert 44a. In diesen Figuren bezeichnet
das Bezugszeichen TM eine lastfreie Zeit. Ist die
Geschwindigkeitsverstärkung gemäß Fig. 8 gering, so ändert
sich die lastfreie Zeit TM. Dies beruht darauf, daß bei
geringer Geschwindigkeitsverstärkung die
Elektrodenansprechgeschwindigkeit verringert wird, womit es
unmöglich wird, daß die Elektrode der
Inter-Elektrodenschwankung in dem vorausgehenden
elektroerosiven Bearbeitungsverfahren folgt, und die
Korrektur der Schwankung benötigt Zeit. Somit wird die
Bearbeitungsgeschwindigkeit verringert.
In dem Fall, wo die Geschwindigkeitsverstärkung gemäß Fig.
9 hoch ist, ist die Elektrodenansprechgeschwindigkeit hoch,
und die Elektrode kann der Inter-Elektrodenschwankung
mühelos folgen. Daher ist die Zeit, die zur Beseitigung der
Inter-Elektrodenschwankung erforderlich ist, die im
vorausgehenden elektroerosiven Bearbeitungsverfahren
veranlaßt wurde, kurz. Das heißt, die lastfreie Zeit TM
oder Wartezeit, bis elektrische Entladungen induziert
werden, ist gemäß Fig. 9 verringert, so daß die
Bearbeitungsgeschwindigkeit erhöht ist. Ist jedoch die
Geschwindigkeitsverstärkung zu hoch, so folgt die Elektrode
der Inter-Elektrodenschwankung in extremer Weise; das heißt
sie wird in Schwingungen versetzt, womit es unmöglich ist,
den Bearbeitungsvorgang durchzuführen.
Zu Beginn eines elektroerosiven Bearbeitungsvorgangs stellt
der Bediener die Geschwindigkeitsverstärkung mit Hilfe der
Geschwindigkeitsverstärkung-Einstelleinheit entsprechend
einer Bearbeitungstiefe, einer Elektrodengestaltung, einem
Zuführverfahren für die Bearbeitungslösung, und den
Werkstoffen von Elektrode und Werkstück zusammengenommen,
ein. Wie aus obiger Beschreibung ersichtlich ist, ist die
Einstellung der Geschwindigkeitsverstärkung wesentlich zur
Aufrechterhaltung stabiler elektroerosiver
Bearbeitungszustände und zur Erhöhung der
Bearbeitungsgeschwindigkeit. Somit ist es wichtig, daß die
Geschwindigkeitsverstärkung auf ihren geeignetsten Wert
eingestellt wird, um die Bearbeitungseffizienz zu
vergrößern. Das heißt, die Geschwindigkeitsverstärkung
sollte entsprechend den Schwankungen der Bearbeitungstiefe,
den Impulsbedingungen der Stromversorgung für die
Bearbeitung, einem einem Werkstück gegenüberliegenden
Elektrodenbereich, einem Zufuhrverfahren für die
Bearbeitungslösung, und den Werkstoffen einer Elektrode und
eines Werkstücks zusammengenommen bestimmt werden. Im
allgemeinen hängt diese Bestimmung stark von der Erfahrung
eines geschickten Bedieners ab. Er überwacht die
Instabilität der elektroerosiven Bearbeitungsbedingungen,
um die Geschwindigkeitsverstärkung einzustellen.
Die bekannte Steuervorrichtung für die elektroerosive
Bearbeitung ist in der vorstehend beschriebenen Weise
aufgebaut. Daher ist es in dem Fall, wo eine Pausezeit,
Entladungszeitdauer, Servobezugsspannung, und
Geschwindigkeitsverstärkung (Einflußgrößen für die Steuerung)
entsprechend der Erfahrung
eines Fachmanns für die beste Pausezeitsteuerung, für die
beste Steuerung der Entladungszeitdauer, die beste
Servobezugsspannungssteuerung, und die beste
Geschwindigkeitsverstärkungssteuerung eingestellt werden,
schwierig, die quantitativen, schwer fassbaren Werte, die
in der Erfahrung enthalten sind, als Verfahren zur
geeigneten Steuerung einer Pausezeit, Entladezeitdauer,
Servobezugsspannung, und Spindelvorschubgeschwindigkeit
niederzuschreiben, und entsprechend enthalten die
resultierenden Verfahren persönliche Fehler. In dem Fall wo
Pausezeit, Entladungszeitdauer, Servobezugsspannung, und
Geschwindigkeitsverstärkung automatisch gesteuert werden
und nicht durch den erfahrenen Bediener, ist es wegen der
Instabilität der elektroerosiven Bearbeitungsbedingungen
schwierig, die von dem erfahrenen Bediener gegebenen
Kriterien korrekt niederzuschreiben. Daher hat die bekannte
Steuervorrichtung für die elektroerosive Bearbeitung
Probleme, die zur Verbesserung der Effizienz der
elektroerosiven Bearbeitung gelöst werden sollen.
Aufgabe der Erfindung ist es somit,
- - eine Steuervorrichtung für eine elektroerosive Bearbeitung der eingangs genannten Art bereitzustellen, die die Bearbeitungsparameter, wie beispielsweise die Pausenzeit, Entladungszeit, Servoreferenzspannung und Spindelvorschubgeschwindigkeit, derart einstellt, daß im wesentlichen ein Bearbeitungsvorgang durchgeführt werden kann, der einem auf persönlichen Erfahrungen einer Bedienperson basierenden Arbeitsvorgang entspricht.
Diese Aufgabe wird durch eine Steuervorrichtung für eine
elektroerosive Bearbeitung gelöst, die im Anspruch 1
definiert ist. Weitere vorteilhafte Verbesserungen und
Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen
Patentansprüchen angegeben.
Bei einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden wirksame
Verfahren für die Steuerung der Bearbeitungsbedingungen,
wie beispielsweise Pausezeit, Entladungszeitdauer,
Servobezugsspannung und Geschwindigkeitsverstärkung, in der
Erfahrungsspeichervorrichtung gespeichert, und die für die
Verfahren erforderlichen Bearbeitungszustandsdaten werden
von der Zustandserfassungsvorrichtung erfaßt und die
Erfassungswerte werden in der Zustands-Speichervorrichtung
gespeichert, und die Folgerungseinrichtung kombiniert eine
Anzahl der Ergebnisse, die entsprechend den in der
Erfahrungsspeichervorrichtung gespeicherten Verfahren und
der in der Zustandsspeichervorrichtung gespeicherten
Bearbeitungszustandsdaten erhalten werden, um Befehlswerte
zur Steuerung der Bearbeitungszustände in geeignetster
Weise zu liefern oder sie, falls erforderlich, zu ändern
zwecks Kontrolle der Steuervorrichtung. Somit werden mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung die elektroerosiven
Bearbeitungszustände optimal gehalten, und der
elektroerosive Bearbeitungsvorgang wird mit hoher Effizienz
der Bearbeitung durchgeführt. Somit kann mit der
Vorrichtung die Erfahrung von Fachleuten, die wirksam ist,
um den Bearbeitungszustand optimal zu steuern, zweckmäßig
und mühelos beschrieben werden, obgleich sie qualitativ
schwer faßbare (unscharfe) Angaben enthält. Ferner kann mit
der Vorrichtung automatisch die Steuerung der
Bearbeitungszustände in optimaler Weise erreicht werden
sowie, wo erforderlich, ihre Änderung.
Nachstehend wird die Erfindung anhand ihrer Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild, das die Anordnung einer
bekannten Steuervorrichtung zur elektroerosiven
Bearbeitung mit einem Pausezeitsteuersystem angibt;
Fig. 2 ein Blockschaltbild der Anordnung einer bekannten
Steuervorrichtung für die elektroerosive
Bearbeitung mit einem Steuersystem für die
elektrische Entladezeitdauer;
Fig. 3 eine erläuternde Darstellung, die die Ecke einer
Elektrode zeigt;
Fig. 4 ein Blockschaltbild einer Anordnung einer
bekannten Steuervorrichtung für die elektroerosive
Bearbeitung mit einem
Servobezugsspannungssteuersystem;
Fig. 5 und 6 Wellenformdarstellungen, die die
Inter-Elektrodenspannungswellenformen zeigen;
Fig. 7 eine bekannte Steuervorrichtung für die
elektroerosive Bearbeitung mit einem
Geschwindigkeitsverstärkungssteuersystem;
Fig. 8 eine Wellenformdarstellung, die eine
Inter-Elektrodenspannungswellenform im Fall
angibt, wo die Geschwindigkeitsverstärkung gering
ist;
Fig. 9 eine Wellenformdarstellung, die eine
Inter-Elektrodenspannungswellenform in dem Fall
angibt, wo die Geschwindigkeitsverstärkung hoch
ist;
Fig. 10 ein Blockschaltbild, das die Gesamtanordnung einer
ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Steuervorrichtung für die elektroerosive
Bearbeitung darstellt;
Fig. 11 eine erläuternde Darstellung, die Verfahren zur
Durchführung eines Pausezeitsteuervorgangs in der
Vorrichtung nach Fig. 10 angibt;
Fig. 12 eine erläuternde Darstellung, die die Verfahren
der Fig. 11 angibt, die entsprechend einer schwer
faßbaren Einstelltheorie beschrieben sind;
Fig. 13 eine erläuternde Darstellung, die ein schwer
faßbares Folgerungsverfahren der in Fig. 12
gezeigten Methoden angibt;
Fig. 14 ein Blockschaltbild, das die Gesamtanordnung eines
zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Steuervorrichtung für die elektroerosive
Bearbeitung angibt,
Fig. 15 eine erläuternde Darstellung, die Verfahren
angibt, die bei der Durchführung eines
Steuervorgangs für die elektrische Entladungsdauer
in der in Fig. 14 gezeigten Vorrichtung angibt;
Fig. 16 eine erläuternde Darstellung der Verfahren gemäß
Fig. 15, die entsprechend der unscharfen
Einstelltheorie beschrieben sind;
Fig. 17 eine erläuternde Darstellung eines unscharfen
Folgerungsvorgangs der in Fig. 15 angegebenen
Verfahren;
Fig. 18 ein Blockschaltbild, das die Gesamtanordnung eines
dritten Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Steuervorrichtung für die
elektroerosive Bearbeitung angibt;
Fig. 19 eine erläuternde Darstellung, die Verfahren
angibt, die bei der Durchführung eines
Servobezugsspannung-Steuervorgangs bei der
Vorrichtung gemäß Fig. 18 wirksam sind;
Fig. 20 eine erläuternde Darstellung, die die Verfahren
der Fig. 10 angibt, die entsprechend der
unscharfen Einstelltheorie beschrieben sind;
Fig. 21 eine erläuternde Darstellung eines unscharfen
Folgerungsvorgangs der in Fig. 19 angegebenen
Verfahren;
Fig. 22 ein Blockschaltbild, das die Gesamtanordnung eines
vierten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Steuervorrichtung für die elektroerosive
Bearbeitung angibt;
Fig. 23 eine erläuternde Darstellung, die Verfahren
angibt, die zur Durchführung eines
Geschwindigkeitsverstärkungssteuerverfahrens in
der Vorrichtung nach Fig. 22 wirksam sind;
Fig. 24 eine erläuternde Darstellung, die die Methoden
gemäß Fig. 23 angibt, die entsprechend der
unscharfen Einstelltheorie beschrieben sind; und
Fig. 25 eine erläuternde Darstellung, die einen unscharfen
Folgerungsvorgang der in Fig. 23 angegebenen
Verfahren angibt.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden unter
Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen beschrieben.
Die Fig. 10 bis 13 zeigen eine erste Ausführungsform einer
Steuervorrichtung für eine elektroerosive Bearbeitung, die
einen Pausezeitsteuervorgang durchführt, um die
Bearbeitungsbedingungen für die elektroerosive Bearbeitung
optimal zu halten und die Effizienz einer elektroerosiven
Bearbeitung zu maximieren.
Fig. 10 zeigt die Gesamtanordnung der Vorrichtung. In Fig.
10 bezeichnet das Bezugszeichen 1 ein elektroerosives
Bearbeitungsverfahren einschließlich einer elektrischen
Entladungserscheinung; 3, eine Stromversorgung für die
Bearbeitung zur Zuführung elektrischer Bearbeitungsleistung
für das elektroerosive Bearbeitungsverfahren 1; 6, eine
Pausezeit-Einstelleinheit zur Einstellung einer Pausezeit
für einen elektroerosiven Bearbeitungsvorgang; und 8, eine
Pauszeitsteuerung zur Steuerung einer Pausezeit
entsprechend einem von der Pausezeit-Einstelleinheit 6
gelieferten Pausezeit-Befehlswert 7 und einem von einem
(später beschriebenen) Folgerungsabschnitt 23 gelieferten
Befehlswert 23a. Die Pausezeitsteuerung 8 liefert die
Pausezeitdaten 9 an die Stromversorgung 3 für die
Bearbeitungsleistung. Das elektroerosive
Bearbeitungsverfahren 1 liefert eine Anzahl von
Bearbeitungszustandsdaten 19, die mindestens für Verfahren
(siehe Fig. 11) erforderlich sind, die zur Durchführung
eines Pauszeitsteuervorgangs wirksam werden. Die
Zustandsdaten 19 werden einem Zustandsdetektor 20 zugeführt.
Der Zustandsdetektor 20 soll die für das Verfahren
erforderlichen Bearbeitungszustandsdaten erfassen. Der
Ausgang des Zustandsdetektors 20, nämlich ein
Zustandserfassungswert 20a, wird in einem
Zustandsspeicherabschnitt 21 gespeichert. Der
Zustandsspeicherabschnitt 21 soll mindestens einen der
laufenden und vergangenen Zustandserfassungswerte 20a
speichern. Die aus dem Zustandsspeicherabschnitt 21
ausgelesenen Zustandsdaten 24 werden dem vorstehend
aufgeführten Folgerungsabschnitt 23 zugeführt.
Ferner bezeichnet in Fig. 10 das Bezugszeichen 22 einen
Erfahrungsspeicherabschnitt zur Speicherung von Verfahren,
die bei der Durchführung der Pausezeitsteuerung wirksam
sind (siehe Fig. 11). Ein aus dem
Erfahrungsspeicherabschnitt 22 ausgelesenes Verfahren 22a
wird dem Folgerungsabschnitt 23 zugeführt. Der
Folgerungsabschnitt 23 arbeitet, um zusammengefaßt die
geeignetste Pausezeitsteuerung und anzubringende Änderungen
zu bestimmen, entsprechend den Zustandsdaten 24, die vom
Zustandsspeicherabschnitt 21 erhalten werden, sowie dem vom
Erfahrungsspeicherabschnitt 22 erhaltenen Verfahren 22a.
Ein Befehlswert 23a für die geeignetste, vom
Folgerungsabschnitt 23 bestimmte Zeitsteuerung wird der
Pausezeitsteuerung 8 zugeführt.
Die Abschnitte 21, 22 und 23, die in Fig. 10 von einer
punktierten Linie umgeben sind, sollen den geeignetsten
Pausezeitsteuerung-Befehlswert 23a bilden, der
erfindungsgemäß eine wesentliche Rolle spielt.
Der Betrieb der in dieser Weise aufgebauten
Ausführungsform, d. h. ein Vorgang zur Bildung des
Pausezeitsteuerung-Befehlswerts 23a für die geeignetste
Pausezeitsteuerung wird anschließend beschrieben.
Fig. 11 zeigt Verfahren, die zur Durchführung wirksam sind,
nämlich Verfahren I und II. Diese Verfahren I und II können
mühelos und zweckmäßig und er Verwendung der Lehre der
unscharfen Einstellung (Fuzzy-Logik-Prinzipien)
beschrieben werden. Beispielsweise
können die Verfahren I und II im
Erfahrungsspeicherabschnitt 22 in Form einer Regel
gespeichert werden, die aus einem WENN-Vorderabschnitt und
einem DANN-Rückabschnitt entsprechend einer in Fig. 12
dargestellten unscharfen Einstellung besteht.
Insbesondere werden qualitative unscharfe Ausdrücke, wie
beispielsweise "die effektive elektrische Entladungsrate
ist niedrig", "die Bewegung einer Elektrode während der
Bearbeitung hat eine große Amplitude", "die
Bearbeitungstiefe ist groß" und "die Pausezeit ist lang",
die im Verfahren I enthalten sind, und "die effektive
elektrische Entladungsrate ist hoch", "die Bewegung einer
Elektrode während der Bearbeitung hat eine kleine
Amplitude", "die Bearbeitungstiefe ist klein" und "die
Pausezeit ist kurz", die im Verfahren II enthalten sind,
gemäß Fig. 12 mit Zugehörigkeitsfunktion beschrieben.
Beispielsweise wird das Merkmal "die effektive elektrische
Entladungsrate ist klein" im Verfahren I wie folgt
beschrieben: Wenn die effektive elektrische Entladungsrate
25% oder weniger beträgt, dann genügt sie vollständig
dieser Aussage, und daher ist die Zugehörigkeitsfunktion
gleich "1" zu setzen. Wenn sie 75% oder höher ist, so
genügt sie keinesfalls der Aussage, und daher ist die
Zugehörigkeitsfunktion gleich "0" zu setzen. Ist sie größer
als 25% und kleiner als 75%, so genügt sie der Aussage mit
"von "0" zu "1", und daher ist die Zugehörigkeitsfunktion
auf "0-1" zu setzen. In gleicher Weise können die
qualitativen unscharfen Ausdrücke "die Bewegung einer
Elektrode während der Bearbeitung hat eine kleine
Amplitude", "die Bearbeitungstiefe ist groß" und "die
Pausezeit ist lang", die im Verfahren I enthalten sind, und
"die effektive elektrische Entladungsrate ist groß", "die
Bewegung einer Elektrode während der Bearbeitung hat große
Amplitude", "die Bearbeitungstiefe ist klein" und "die
Pausezeit ist kurz", die im Verfahren II enthalten sind,
unter Verwendung von Zugehörigkeitsfunktionen mühelos
beschrieben werden.
Andererseits ist der Zustandserfassungswert 20a im
Zustandsspeicherabschnitt 21 gespeichert, den der
Zustandsdetektor 20 liefert, indem er die
Bearbeitungszustandsdaten 29 erfaßt, die für das im
Erfahrungsspeicherabschnitt 22 gespeicherte Verfahren
erforderlich sind. Im Falle der Fig. 11 umfaßt der
Zustandserfassungswert eine effektive elektrische
Entladungsrate, Elektrodenamplitude und Bearbeitungstiefe.
Der Folgerungsabschnitt 23 führt eine unscharfe Folgerung
entsprechend einer in Fig. 13 dargestellten Verfahrensweise
aus, die auf die im Erfahrungsspeicherabschnitt 22
gespeicherten Verfahren und den im Statusspeicherabschnitt
gespeicherten Zustand Bezug nimmt, um einen Befehlswert 23a
für die günstigste Pausezeitsteuerung zu bestimmen. In Fig.
13 bezeichnen die Bezugszeichen 24a, 24b und 24c die
Erfassungswerte einer "effektiven elektrischen
Entladungsrate", "einer Bewegungsamplitude einer Elektrode
während der Bearbeitung" und "einer Bearbeitungstiefe", die
jeweils im Zustandsspeicherabschnitt 21 gespeichert sind.
Für jedes der Verfahren I und II wird die unscharfe
Folgerung wie folgt gezogen: Es wird bestimmt, in welchem
Ausmaß diese Zustandsdaten 24 den qualitativen unscharfen
Ausdrücken im Vorderabschnitt entsprechen, die mit den
Zugehörigkeitsfunktionen beschrieben sind. Die
Zugehörigkeitsfunktion des Rückabschnitts wird mit dem Wert
der Zugehörigkeitsfunktion (dem Erfassungswert 24a im Falle
des Verfahrens I, und dem Erfassungswert 24c im Falle des
Verfahrens II) geschnitten, der im Vorderabschnitt ein
Minimum bezüglich des Ausmaßes des Genügens ist, um die
obere Grenze zu bestimmen. Dabei werden die
Zugehörigkeitsfunktionen kombiniert, so daß sie die größten
Funktionswerte aufweisen, und die
Flächenschwerpunktsposition C.G. der resultierenden
Zugehörigkeitsfunktion wird bestimmt. Der Wert der auf
diese Weise bestimmten Position ist der Befehlswert 23a für
die geeignetste Pausezeitsteuerung.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform werden die
für die Durchführung der Pausezeitsteuerung wirksamen
Verfahren im Erfahrungsspeicherabschnitt gespeichert, die
die Bearbeitungszustandsdaten, die zumindest für die
Verfahren erforderlich sind, werden im
Zustandsspeicherabschnitt gespeichert, und der
Folgerungsabschnitt bestimmt insgesamt die Pausezeit unter
Bezugnahme auf die Verfahren und die
Bearbeitungszustandsdaten. Somit kann die Erfahrung eines
Fachmanns bezüglich der Pausezeitsteuerung mühelos
niedergeschrieben werden. Ferner kann entsprechend den
Verfahren die Pausezeitsteuerung optimal durchgeführt und
automatisch, wo erforderlich, geändert werden.
In der ersten, in Fig. 13 dargestellten Ausführungsform
beschreibt der Vorderabschnitt eines jeden Verfahrens die
drei Bearbeitungszustände, und der Rückabschnitt eine
Pausezeitsteuerung; jedoch ist die Erfindung nicht hierauf
oder hierdurch beschränkt. Es versteht sich zudem, daß,
selbst wenn die Anzahl der Verfahren erhöht wird, ein
Befehlswert für die geeignetste Pausezeitsteuerung in
ähnlicher Weise erhalten werden kann. Eine Änderung der
Pausezeit entsprechend dem Ausmaß der Instabilität der
elektroerosiven Bearbeitungsbedingungen wurde nicht
beschrieben; sie kann jedoch durch Verwendung des
vorstehend beschriebenen technischen Grundgedankens der
Erfindung in gleicher Weise realisiert werden.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform wird die
unscharfe Einstellung für den Erfahrungsspeicherabschnitt
verwendet, und die unscharfe Folgerung wird im
Folgerungsabschnitt durchgeführt. Es versteht sich jedoch,
daß die Erfahrungsausdrücke und Folgerungsmethoden, die in
anderen allgemeinen Expertensystemen verwendet werden, mit
den gleichen Wirkungen bei der vorstehend beschriebenen
Ausführungsform eingesetzt werden können.
Die Fig. 14 bis 17 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung für die
elektroerosive Bearbeitung, die einen Steuervorgang der
Zeitdauer der elektrischen Entladung durchführt, um die
elektroerosiven Bearbeitungszustände am günstigsten zu
halten und die Effizienz der elektroerosiven Bearbeitung zu
maximieren.
Fig. 14 zeigt die Gesamtanordnung der Vorrichtung. In Fig.
14 bezeichnet das Bezugszeichen 1 ein elektroerosives
Bearbeitungsverfahren einschließlich einer elektrischen
Entladungserscheinung; 3, eine Stromversorgung für die
Bearbeitung zur Zuführung elektrischer Bearbeitungsleistung
für das elektroerosive Bearbeitungsverfahren 1; 10, eine
Einstelleinheit für die Zeitdauer der elektrischen
Entladung zur Einstellung derselben für einen
elektroerosiven Bearbeitungsvorgang; und 12, eine Steuerung
für die Zeitdauer der elektrischen Entladung zur Steuerung
der Zeitdauer einer elektrischen Entladung entsprechend
einem Befehlswert 11 für die Zeitdauer der elektrischen
Entladung der von der Einstelleinheit 10 für die Zeitdauer
der elektrischen Entladung geliefert wird und einen
Befehlswert 30a, der durch einen (später beschriebenen)
Folgerungsabschnitt 30 geliefert wird. Die Steuerung 12 für
die Zeitdauer der elektrischen Entladung liefert Daten 13
bezüglich der Zeitdauer der elektrischen Entladung an die
Stromversorgung 3 für die Bearbeitung. Das elektroerosive
Bearbeitungsverfahren 1 ergibt eine Anzahl von
Bearbeitungszustandsdaten 25, die zumindest für Verfahren
(siehe Fig. 15) benötigt werden, die zur Durchführung eines
Steuervorgangs für die Zeitdauer der elektrischen Entladung
wirksam sind. Die Bearbeitungszustandsdaten 25 werden einem
Zustandsdetektor 26 zugeführt.
Der Zustandsdetektor 26 soll die für das Verfahren
benötigten Bearbeitungszustandsdaten erfassen. Der Ausgang
des Zustandsdetektors 26, ein Zustandserfassungswert 26a,
wird in einem Zustandsspeicherabschnitt 27 gespeichert. Der
Zustandsspeicherabschnitt 27 soll mindestens einen der
laufenden und abgelaufenen Zustandserfassungswerte 26a
speichern. Die aus dem Zustandsspeicherabschnitt 27
ausgelesenen Zustandsdaten 28 werden dem erwähnten
Folgerungsabschnitt 30 zugeführt.
Ferner bezeichnet in Fig. 14 das Bezugszeichen 29 einen
Erfahrungsspeicherabschnitt zur Speicherung von Verfahren,
die zur Durchführung der Pausezeitsteuerung wirksam sind
(siehe Fig. 15). Ein aus dem Erfahrungsspeicherabschnitt 29
ausgelesenes Verfahren 29a wird dem Folgerungsabschnitt 30
eingegeben.
Der Folgerungsabschnitt 30 arbeitet, um insgesamt die
günstigste Pausezeitsteuerung und anbringbare Änderungen
entsprechend den vom Zustandsspeicherabschnitt 27
erhaltenen Zustandsdaten 28 und dem vom
Erfahrungsspeicherabschnitt 29 erhaltenen Verfahren 29a zu
bestimmen. Ein Befehlswert 30a für die vom
Folgerungsabschnitt 30 bestimmte geeignetste Zeitsteuerung
wird der Steuerung 12 für die Zeitdauer der elektrischen
Entladung eingegeben.
Die Abschnitte 27, 29 und 30, die in Fig. 14 von einer
punktierten Linie umgeben sind, sollen den Befehlswert 30a
für die Steuerung der günstigsten Dauer der elektrischen
Entladung bilden und spielen erfindungsgemäß eine
wesentliche Rolle.
Der Betrieb der auf diese Weise aufgebauten
Ausführungsform, d. h. ein Betrieb zur Bildung eines
Befehlswerts 30a für die Steuerung der geeignetsten
Zeitdauer der elektrischen Entladung, wird nunmehr
beschrieben.
Fig. 15 stellt Verfahren dar, die zur Durchführung der
Steuerung der Zeitdauer der elektrischen Entladung wirksam
sind, nämlich Verfahren I und II. Diese Verfahren I und II
können mühelos und zutreffend unter Verwendung der Lehre
der unscharfen Einstellung beschrieben werden.
Beispielsweise können die Verfahren I und II im
Erfahrungsspeicherabschnitt 29 in Form einer Regel
gespeichert werden, die aus einem WENN-Vorderabschnitt und
einem DANN-Rückabschnitt entsprechend einer in Fig. 16
angegebenen unscharfen Einstellung besteht.
Insbesondere werden unscharfe Ausdrücke, wie beispielsweise
"die effektive elektrische Entladungsrate ist klein", "die
Bewegung einer Elektrode während der Bearbeitung hat große
Amplitude", "die Bearbeitungstiefe ist groß" und "die Dauer
der elektrischen Entladung ist lang", die im Verfahren I
vorliegen, und "die effektive elektrische Entladungsrate
ist groß", "die Bewegung einer Elektrode während der
Bearbeitung hat kleine Amplitude", "die Bearbeitungstiefe
ist klein" und "die Dauer der elektrischen Entladung ist
kurz", die im Verfahren II vorliegen, gemäß Fig. 16 mit
Zugehörigkeitsfunktionen beschrieben.
Beispielsweise wird das Merkmal "die effektive elektrische
Entladungsrate ist klein" im Verfahren I wie folgt
beschrieben: Ist die effektive elektrische Entladungsrate
25% oder kleiner, so genügt sie völlig der Aussage, und
deshalb wird die Zugehörigkeitsfunktion auf "1"
festgesetzt. Ist sie 75% oder höher, so wird der Aussage
überhaupt nicht genügt, und die Zugehörigkeitsfunktion wird
deshalb auf "0" eingestellt. Ist sie größer als 25% und
kleiner als 75%, so genügt sie der Aussage mit von "0" bis
"1", und die Zugehörigkeitsfunktion wird daher auf "0-1"
eingestellt. In gleicher Weise können die qualitativen
unscharfen Ausdrücke "die Bewegung einer Elektrode während
Bearbeitung hat große Amplitude", "die Bearbeitungstiefe
ist groß" und "die Dauer der elektrischen Entladung ist
lang", die im Verfahren I vorliegen, und "die effektive
elektrische Entladungsrate ist groß", "die Bewegung einer
Elektrode während der Bearbeitung hat kleine Amplitude",
"die Bearbeitungstiefe ist klein" und "die Zeitdauer der
elektrischen Entladung ist kurz", die im Verfahren II
vorliegen, durch Verwendung der Zugehörigkeitsfunktionen
mühelos und zweckmäßig beschrieben werden.
Andererseits wird der Zustandserfassungswert 26a im
Zustandsspeicherabschnitt 27 gespeichert, und den der
Zustandsdetektor 26 liefert, indem er die
Bearbeitungszustandsdaten 25 erfaßt, die für die im
Erfahrungsspeicherabschnitt 29 gespeicherten Verfahren
erforderlich sind.
Im Falle der Fig. 15 umfaßt der Zustandserfassungswert eine
effektive elektrische Entladungsrate, eine
Elektrodenamplitude, und eine Bearbeitungstiefe.
Ein Folgerungsabschnitt 30 führt eine unscharfe Folgerung
entsprechend einer in Fig. 17 gezeigten Verfahrensweise
aus, die auf die im Erfahrungsspeicherabschnitt 29
gespeicherten Verfahren und den im
Zustandsspeicherabschnitt 27 gespeicherten Zustand Bezug
nimmt, um einen Befehlswert 30a für die günstigste
Steuerung der Zeitdauer der elektrischen Entladung zu
bestimmen. In Fig. 17 bezeichnen die Bezugszeichen 28a, 28b
und 28c die Erfassungswerte der "wirksamen elektrischen
Entladungsrate", der "Bewegungsamplitude einer Elektrode
während der Bearbeitung" und der "Bearbeitungstiefe", die
jeweils im Zustandsspeicherabschnitt 27 gespeichert sind.
Für jedes der Verfahren I und II wird die unscharfe
Folgerung wie folgt durchgeführt: Es wird bestimmt, in
welchem Umfang diese Zustandsdaten 28 den qualitativen
unscharfen Ausdrücken des Vorderabschnitts genügen, die mit
den Zugehörigkeitsfunktionen beschrieben werden. Die
Zugehörigkeitsfunktion des Rückabschnitts wird mit dem Wert
der Zugehörigkeitsfunktion (dem Erfassungswert 28a im Falle
des Verfahrens I, und dem Erfassungswert 28c im Falle des
Verfahrens II) geschnitten, der im Vorderabschnitt ein
Minimum im Ausmaß der Entsprechung ist, um den oberen
Grenzwert zu bestimmen. Dabei werden die
Zugehörigkeitsfunktionen kombiniert, so daß sie ihre
größten Funktionswerte haben, und es wird die
Flächenschwerpunktsposition C.G. der resultierenden
Zugehörigkeitsfunktion bestimmt. Der Wert der in dieser
Weise bestimmten Position ist der Befehlswert 30a für die
günstigste Steuerung der Zeitdauer der elektrischen
Entladung.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform werden die
Verfahren, die zur Durchführung der Steuerung der Zeitdauer
der elektrischen Entladung wirksam sind, im
Erfahrungsspeicherabschnitt gespeichert, die
Bearbeitungszustandsdaten, die zumindest für die Verfahren
erforderlich sind, werden im Zustandsspeicherabschnitt
gespeichert, und der Folgerungsabschnitt bestimmt insgesamt
unter Bezugnahme auf die Verfahren und die
Bearbeitungszustandsdaten die Dauer der elektrischen
Entladung. Daher kann die Erfahrung eines Fachmanns
bezüglich der Steuerung der Zeitdauer der elektrischen
Entladung mühelos zur Korrektur niedergeschrieben werden.
Ferner kann entsprechend dem Verfahren die Steuerung der
Zeitdauer der elektrischen Entladung optimal durchgeführt
und, wo erforderlich, automatisch geändert werden.
In der zweiten, in Fig. 17 dargestellten Ausführungsform
beschreibt der Vorderabschnitt eines jeden Verfahrens drei
Bearbeitungszustände, und der Rückabschnitt eine Steuerung
der Zeitdauer der elektrischen Entladung; jedoch ist die
Erfindung nicht hierauf oder hierdurch beschränkt. Es
versteht sich ferner, daß, selbst wenn die Anzahl der
Verfahren erhöht wird, ein Befehlswert für die günstigste
Steuerung der Zeitdauer der elektrischen Entladung in
ähnlicher Weise erhalten werden kann. Die Änderung der
Zeitdauer der elektrischen Entladung entsprechend dem
Ausmaß der Instabilität der elektroerosiven
Bearbeitungszustände wurde nicht beschrieben; sie kann
jedoch unter Verwendung des vorstehend beschriebenen
technischen Grundgedankens der Erfindung in gleicher Weise
erfolgen.
Bei der vorstehend beschriebenen zweiten Ausführungsform
wird die unscharfe Einstellung für den
Erfahrungsspeicherabschnitt verwendet, und die unscharfe
Folgerung wird vom Folgerungsabschnitt durchgeführt. Es
versteht sich jedoch, daß die Erfahrungsausdrücke und
Folgerungsverfahren, die in anderen allgemeinen
Expertensystemen verwendet werden, mit gleicher Wirkung wie
bei der beschriebenen Ausführungsform eingesetzt werden
können.
Die Fig. 18 bis 21 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel
der Steuervorrichtung für die elektroerosive Bearbeitung,
die einen Servobezugsspannung-Steuervorgang durchführt, um
die elektroerosiven Bearbeitungszustände optimal zu halten
und die Effizienz der elektroerosiven Bearbeitung zu
maximieren.
Fig. 18 zeigt die Gesamtanordnung der Vorrichtung. In Fig.
18 bezeichnet das Bezugszeichen 1 ein elektroerosives
Bearbeitungsverfahren einschl. einer elektrischen
Entladungserscheinung; 2, Zustandsdaten, die vom
elektroerosiven Bearbeitungsverfahren 1 geliefert werden;
und 4, einen Zustandsdetektor zur Erfassung der
Zustandsdaten 2 zwecks Ausgabe eines Erfassungswertes 5,
der einem Rechnerabschnitt 18 zugeführt wird. Ferner
bezeichnet in Fig. 18 das Bezugszeichen 16 eine
Servobezugsspannung-Einstelleinheit zur Einstellung einer
Servobezugsspannung für den elektroerosiven
Bearbeitungsvorgang. Ein Befehlswert 17 (Vref), der von der
Einstelleinheit 16 geliefert wird, wird dem
Rechnerabschnitt 18 zugeführt. Letzterer liefert den
Differenzwert 18a zwischen dem Erfassungswert 5 und dem
Befehlswert 17. Der Differenzwert 18a wird einem
Elektrodesteuersystem 14 zugeführt. Letzteres arbeitet, um
ein Bearbeitungsspalt-Abstandsignal 15 so einzustellen, daß
der Differenzwert 18a gleich Null wird.
Das elektroerosive Bearbeitungsverfahren 1 und das
Elektrodesteuersystem 14 liefern Zustandsdaten 31, die für
die Verfahren (siehe Fig. 19) erforderlich sind, die zur
Durchführung einer Servobezugsspannungssteuerung wirksam
sind. Die Zustandsdaten 31 werden einem Zustandsdetektor 32
eingegeben.
Der Zustandsdetektor 32 soll die für die Verfahren
erforderlichen Bearbeitungszustandsdaten erfassen. Der
Ausgang des Zustandsdetektors 32, nämlich ein
Zustandserfassungswert 32a, wird in einem
Zustandsspeicherabschnitt 33 gespeichert. Der
Zustandsspeicherabschnitt 30 soll mindestens einen der
laufenden und der abgelaufenen Zustandserfassungswerte 32a
speichern. Die aus dem Zustandsspeicherabschnitt 33
ausgelesenen Zustandsdaten 34 werden einem
Folgerungsabschnitt 36 eingegeben.
Ferner bezeichnet in Fig. 18 das Bezugszeichen 35 einen
Erfahrungsspeicherabschnitt zur Speicherung von Verfahren,
die bei der Durchführung der Servobezugsspannungssteuerung
(siehe Fig. 19) wirksam werden. Ein aus dem
Erfahrungsspeicherabschnitt 35 ausgelesenes Verfahren 35a
wird dem Folgerungsabschnitt 36 eingegeben.
Der Folgerungsabschnitt 23 arbeitet, um insgesamt die
geeignetste Servobezugsspannungssteuerung zu bestimmen und
vorzunehmende Änderungen entsprechend dem aus dem
Zustandsspeicherabschnitt 33 erhaltenen Zustandsdaten 34
und aus dem Erfahrungsspeicherabschnitt 35 erhaltenen
Verfahren 35a. Ein Befehlswert 36a für die vom
Folgerungsabschnitt 36 bestimmte geeignetste Zeitsteuerung
wird einer Servobezugsspannungssteuerung 37 eingegeben.
Letztere liefert Servobezugsspannungsdaten 37a an die
Servobezugsspannung-Einstelleinheit 16.
Die Abschnitte 33, 35 und 36, die in Fig. 18 von einer
punktierten Linie umgeben sind, sollen einen Befehlswert
36a für die günstigste Servobezugsspannungssteuerung bilden
und stellen einen wesentlichen Teil der Erfindung dar.
Der Betrieb der auf diese Weise ausgebildeten
Ausführungsform, d. h. ein Betrieb zur Bildung des
Befehlswerts 36a für die günstigste
Servobezugsspannungssteuerung, wird nunmehr beschrieben.
Fig. 19 zeigt die Verfahren, die zur Durchführung der
Servobezugsspannungssteuerung erforderlich sind, nämlich
Verfahren I und II. Diese Verfahren I und II können mühelos
und zweckmäßig durch Verwendung der Lehre der unscharfen
Einstellung beschrieben werden. Beispielsweise können die
Verfahren I und II im Erfahrungsspeicherabschnitt 35 in
Form einer Regel gespeichert werden, die aus einem
WENN-Vorderabschnitt und einem DANN-Rückabschnitt
entsprechend der in Fig. 20 dargestellten unscharfen
Einstellung bestehen.
Insbesondere werden qualitative unscharfe Aussagen, wie
beispielsweise "eine effektive elektrische Entladungsrate
ist klein", "eine Bewegung einer Elektrode während der
Bearbeitung hat große Amplitude", "die Bearbeitungstiefe
ist groß" und "die Servobezugsspannung ist groß", die im
Verfahren I vorliegen, und "die effektive elektrische
Entladungsrate ist groß", "die Bewegung einer Elektrode
während der Bearbeitung hat kleine Amplitude", "die
Bearbeitungstiefe ist klein" und "die Servobezugsspannung
ist klein", die im Verfahren II vorliegen, mit
Zugehörigkeitsfunktionen gemäß Fig. 20 beschrieben.
Beispielsweise wird das Merkmal "die effektive elektrische
Entladungsrate ist klein" im Verfahren I wie folgt
beschrieben: Wenn die effektive elektrische Entladungsrate
25% oder weniger beträgt, so genügt sie voll der Aussage,
und daher wird die Zugehörigkeitsfunktion auf "1"
festgelegt. Ist sie 75% oder größer, so genügt sie
keinesfalls der Aussage, und deshalb wird die
Zugehörigkeitsfunktion auf "0" festgelegt. Ist sie größer
als 25% und kleiner als 75%, so genügt sie der Aussage mit
von "0" bis "1", und daher wird die Zugehörigkeitsfunktion
auf "0-1" festgelegt.
In gleicher Weise werden die qualitativen unscharfen
Aussagen "die Bewegung einer Elektrode während der
Bearbeitung hat eine große Amplitude", "die
Bearbeitungstiefe ist groß" und "die Servobezugsspannung
ist groß", die im Verfahren I vorliegen, und "die effektive
elektrische Entladungsrate ist groß", "die Bewegung einer
Elektrode während der Bearbeitung hat kleine Amplitude",
"die Bearbeitungstiefe ist klein" und "die
Servobezugsspannung ist niedrig", die im Verfahren II
vorliegen, können mühelos und zweckmäßig durch Verwendung
der Zugehörigkeitsfunktionen beschrieben werden.
Andererseits wird der Zustandserfassungswert 32a im
Zustandsspeicherabschnitt 33 gespeichert, und wird vom
Zustandsdetektor 32 geliefert, indem die
Bearbeitungszustandsdaten 31 erfaßt werden, die für die im
Erfahrungsspeicherabschnitt 35 gespeicherten Verfahren
benötigt werden.
Im Falle der Fig. 19 umfaßt der Zustandserfassungswert eine
effektive elektrische Entladungsrate, eine
Elektrodenamplitude, und eine Bearbeitungstiefe.
Der Folgerungsabschnitt 36 führt eine unscharfe Folgerung
entsprechend einer Verfahrensweise durch, die in Fig. 21
dargestellt ist und auf die Verfahren Bezug nimmt, die im
Erfahrungsspeicherabschnitt 35 gespeichert sind, sowie auf
die im Zustandsspeicherabschnitt 33 gespeicherten Zustände,
um einen Befehlswert 36a für die günstigste
Servobezugsspannungssteuerung zu bestimmen. In Fig. 21
bezeichnen die Bezugszeichen 34a, 34b und 34c die
Erfassungswerte einer "effektiven elektrischen
Entladungsrate", einer "Bewegungsamplitude einer Elektrode
während der Bearbeitung" und einer "Bearbeitungstiefe", die
jeweils im Zustandspeicherabschnitt 33 gespeichert sind.
Für jedes der Verfahren I und II wird die unscharfe
Folgerung in folgender Weise durchgeführt: Es wird
bestimmt, in welchem Ausmaß diese Zustandsdaten 34 den
qualitativen unscharfen Aussagen des Vorderabschnitts
entsprechen, die mit den Zugehörigkeitsfunktionen
beschrieben werden. Die Zugehörigkeitsfunktion des
Rückabschnitts wird mit dem Wert der Zugehörigkeitsfunktion
(des Erfassungswertes 34a beim Verfahren I, und des
Erfassungswertes 34c beim Verfahren II) geschnitten, die im
Vorderabschnitt ein Minimum bezüglich des Ausmaßes des
Genügens hat, um den oberen Grenzwert zu bestimmen. Dabei
werden die Zugehörigkeitsfunktionen derart kombiniert, daß
sie die größten Funktionswerte aufweisen, und es wird die
Flächenschwerpunktsposition C.G. der resultierenden
Zugehörigkeitsfunktion bestimmt. Der Wert der auf diese
Weise bestimmten Position ist der Befehlswert 36a für die
günstigste Bezugsspannungssteuerung.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform werden die
Verfahren, die für die Durchführung der
Servobezugsspannungssteuerung wirksam sind, im
Erfahrungsspeicherabschnitt gespeichert, die zumindest für
die Verfahren benötigten Bearbeitungszustandsdaten werden
im Zustandsspeicherabschnitt gespeichert, und der
Folgerungsabschnitt insgesamt bestimmt den
Servobezugsspannungsbefehlswert unter Bezugnahme auf die
Verfahren und die Bearbeitungszustandsdaten. Daher kann die
Erfahrung eines Fachmanns bezüglich der
Servobezugsspannungssteuerung mühelos und korrekt
niedergeschrieben werden. Ferner kann entsprechend den
Verfahren die Servobezugsspannungssteuerung optimal
ausgeführt, und wo erforderlich, automatisch geändert
werden.
Bei der dritten, in Fig. 21 dargestellten Ausführungsform
beschreibt der Vorderabschnitt eines jeden Verfahrens drei
Bearbeitungszustände, und der Rückabschnitt beschreibt eine
Servobezugsspannungssteuerung; jedoch ist die Erfindung
nicht hierauf oder hierdurch beschränkt. Ferner versteht es
sich, daß, selbst wenn die Anzahl der Verfahren erhöht
wird, ein Befehlswert für die günstigste
Servobezugsspannungssteuerung in ähnlicher Weise erhalten
werden kann. Die Änderung der Servobezugsspannung
entsprechend dem Ausmaß einer Instabilität der
elektroerosiven Bearbeitungsbedingungen wurde nicht
beschrieben; sie kann jedoch durch Verwendung des
vorstehend beschriebenen technischen Grundgedankens der
Erfindung in gleicher Weise erfolgen.
Bei der vorstehend beschriebenen dritten Ausführungsform
wird die unscharfe Einstellung für den
Erfahrungsspeicherabschnitt verwendet, und die unscharfe
Folgerung wird durch den Folgerungsabschnitt durchgeführt.
Jedoch versteht es sich, daß Erfahrungsaussagen und
Folgerungsverfahren, die in anderen allgemeinen
Expertensystemen Verwendung finden, mit den gleichen
Wirkungen wie bei der vorstehend beschriebenen
Ausführungsform eingesetzt werden können.
Die Fig. 22 bis 25 zeigen ein viertes Ausführungsbeispiel
der Steuervorrichtung für die elektroerosive Bearbeitung,
die einen Steuervorgang mit Geschwindigkeitsverstärkung
durchführt, um die elektroerosiven Bearbeitungsbedingungen
optimal zu halten und die Effizienz der elektroerosiven
Bearbeitung zu maximieren.
Fig. 22 zeigt die Gesamtanordnung der Vorrichtung. In Fig.
22 bezeichnet das Bezugszeichen 1 ein elektroerosives
Bearbeitungsverfahren einschließlich einer elektrischen
Entladungserscheinung, 2, Zustandsdaten, die durch das
elektroerosive Bearbeitungsverfahren 1 geliefert werden;
und 4, einen Zustandsdetektor zur Erfassung der
Zustandsdaten 2, zwecks Ausgabe eines Erfassungswerts 5,
der einem Rechnerabschnitt 46 zugeführt wird. Im
Rechnerabschnitt 46 werden der Servospannungsbefehlswert
und der Erfassungswert 5 einem Berechnungsvorgang
unterzogen. Der Ausgang des Rechnerabschnitts 46 wird einem
Verstärker 45 zugeführt. Ferner bezeichnet in Fig. 22 das
Bezugszeichen 44 eine Einstelleinheit für eine
Geschwindigkeitsverstärkung zur Einstellung einer
Vorschubgeschwindigkeitsverstärkung für einen
elektroerosiven Bearbeitungsvorgang. Ein durch die
Einstelleinheit 44 gelieferter Einstellwert 44a wird im
Verstärker 45 eingegeben. Im Verstärker 45 wird der
Rechnerausgang "A" (46a) des Rechnerabschnitts 46 mit dem
Geschwindigkeitsverstärkungswert "K" (44a), der durch die
Einstelleinheit 44 für die Geschwindigkeitsverstärkung als
Verstärkungsfaktor eingestellt wird, verstärkt, um einen
Ausgang 45a ["AK (= KA)] zu liefern, der einem
Elektrodensteuersystem 43 zugeführt wird. Letzteres steuert
die Elektrode entsprechend dem zugeführten Signal (45a), um
die Ansprechgeschwindigkeit der Elektrode einzustellen.
Das elektroerosive Bearbeitungsverfahren 1 und die
Einstelleinheit 44 für die Geschwindigkeitsverstärkung
liefern Bearbeitungszustandsdaten 47, die für die Verfahren
(siehe Fig. 19) erforderlich sind, die bei der Durchführung
eines Geschwindigkeitsverstärkungssteuervorgangs wirksam
sind. Die Zustandsdaten 47 werden einem Zustandsdetektor 48
zugeführt.
Der Zustandsdetektor 48 dient dazu, die für die Verfahren
benötigten Bearbeitungszustandsdaten zu erfassen. Der
Ausgang des Zustandsdetektors 48, nämlich ein
Zustandserfassungswert 48a, wird in einem
Zustandsspeicherabschnitt 49 gespeichert. Der
Zustandsspeicherabschnitt 49 soll mindestens einen
laufenden und einen abgelaufenen Erfassungswert 48a
speichern. Die aus dem Zustandsspeicherabschnitt 49
ausgelesenen Zustandsdaten 50 werden einem
Folgerungsabschnitt 51 zugeführt. Ferner bezeichnet in Fig.
22 das Bezugszeichen 52 einen Erfahrungsspeicherabschnitt
zur Speicherung der Verfahren, die bei der Durchführung der
Servobezugsspannungssteuerung (siehe Fig. 23) wirksam sind.
Ein aus dem Erfahrungsspeicherabschnitt 52 ausgelesenes
Verfahren 52a wird dem Folgerungsabschnitt 51 eingegeben.
Der Folgerungsabschnitt 51 arbeitet, um insgesamt die
günstigste Servobezugsspannungssteuerung zu bestimmen,
sowie anbringbare Änderungen entsprechend den Zustandsdaten
50, die vom Zustandsspeicherabschnitt 49 erhalten werden,
und dem vom Erfahrungsspeicherabschnitt 52 erhaltenen
Verfahren 52a. Ein Befehlswert 51a für die günstigste, vom
Folgerungsabschnitt 51 bestimmte Zeitsteuerung wird einer
Geschwindigkeitsverstärkungssteuerung 53 zugeführt.
Letztere liefert Geschwindigkeitsverstärkungsdaten 53a an
die Einstelleinheit 44 für die Geschwindigkeitsverstärkung.
Die Abschnitte 49, 51 und 52, die in Fig. 22 von einer
gestrichelten Linie umgeben sind, dienen zur Bildung des
Befehlswerts 51a für die günstigste
Geschwindigkeitsverstärkungssteuerung und spielen bei der
Erfindung eine wesentliche Rolle.
Der Betrieb der in dieser Weise aufgebauten
Ausführungsform, d. h. Vorgang der Bildung des Befehlswerts
53a für die günstigste
Geschwindigkeitsverstärkungssteuerung wird nunmehr
beschrieben.
Fig. 23 zeigen Verfahren, die bei der Durchführung der
Geschwindigkeitsverstärkungssteuerung wirksam sind, nämlich
Verfahren I, II, III und IV. Diese Verfahren I bis IV
können mühelos und zweckmäßig durch die Lehre der
unscharfen Einstellung beschrieben werden. Beispielsweise
können die Verfahren I bis IV im
Erfahrungsspeicherabschnitt 52 in Form einer Regel
gespeichert werden, die aus einem WENN-Vorderabschnitt und
einem DANN-Rückabschnitt entsprechend einer in Fig. 24
dargestellten unscharfen Einstellung besteht.
Insbesondere werden qualitative unscharfe Aussagen, wie
beispielsweise "die Geschwindigkeitsverstärkung ist
erhöht", "die effektive elektrische Entladungsrate ist
klein", "die Bewegungsamplitude einer Elektrode während der
Bearbeitung ist groß", und "die Geschwindigkeitsverstärkung
ist klein", die im Verfahren I enthalten sind; und "die
Geschwindigkeitsverstärkung ist erhöht", "die effektive
Entladungsrate ist groß", "die Bewegungsamplitude einer
Elektrode während der Bearbeitung ist klein", "die
Geschwindigkeitsverstärkung ist hoch", die im Verfahren II
enthalten sind; "die Geschwindigkeitsverstärkung wird
verringert", "die effektive elektrische Entladungsrate ist
groß", "die Bewegungsamplitude einer Elektrode während der
Bearbeitung ist groß", und "die Geschwindigkeitsverstärkung
ist groß", die im Verfahren III enthalten sind; und "die
Geschwindigkeitsverstärkung wird verringert", "die
effektive elektrische Entladungsrate ist groß", "die
Bewegungsamplitude einer Elektrode während der Bearbeitung
ist klein", und "die Geschwindigkeitsverstärkung ist
klein", die im Verfahren IV enthalten sind, gemäß Fig. 24
mit Zugehörigkeitsfunktionen beschrieben.
Beispielsweise wird das Merkmal "die effektive elektrische
Entladungsraste ist klein" im Verfahren I wie folgt
beschrieben: Wenn die effektive elektrische Entladungsrate
25% oder weniger beträgt, so genügt sie völlig der Aussage,
und daher wird die Zugehörigkeitsfunktion auf "1"
eingestellt. Ist sie 75% oder höher, so wird der Aussage
überhaupt nicht genügt, und daher wird die
Zugehörigkeitsfunktion auf "0" eingestellt. Ist sie größer
als 25% und kleiner als 75%, so genügt sie der Aussage mit
"0" bis "1", und daher wird die Zugehörigkeitsfunktion auf
"0-1" eingestellt. In gleicher Weise werden die
qualitativen unscharfen Aussagen "die
Geschwindigkeitsverstärkung ist erhöht", "die
Bewegungsamplitude einer Elektrode während der Bearbeitung
ist groß", und "die Geschwindigkeitsverstärkung ist klein",
die im Verfahren I enthalten sind; und "die
Geschwindigkeitsverstärkung ist erhöht", "die effektive
elektrische Entladungsrate ist hoch", "die
Bewegungsamplitude einer Elektrode während der Bearbeitung
ist klein", und "die Geschwindigkeitsverstärkung ist
klein", die im Verfahren II enthalten sind, durch
Verwendung er Zugehörigkeitsfunktionen zweckmäßig und
mühelos beschrieben.
Andererseits wird der Zustandserfassungswert 48a im
Zustandsspeicherabschnitt 49 gespeichert und vom
Zustandsdetektor 48 geliefert, indem die
Bearbeitungszustandsdaten 47 erfaßt werden, die für die im
Erfahrungsspeicherabschnitt 52 gespeicherten Verfahren
erforderlich sind.
Im Falle der Fig. 23 enthält der Zustandserfassungswert
eine Geschwindigkeitsverstärkungsschwankung, die effektive
elektrische Entladungsrate, die Elektrodenamplitude und
Bearbeitungsausbeute.
Der Folgerungsabschnitt 51 führt eine unscharfe Folgerung
entsprechend einer Verfahrensweise nach Fig. 25 durch,
unter Bezugnahme auf die im Erfahrungsspeicherabschnitt 52
gespeicherten Verfahren und die im
Zustandsspeicherabschnitt 49 gespeicherten Zustandsdaten,
um einen Befehlswert 51a für die geeignetste
Geschwindigkeitsverstärkungssteuerung zu bestimmen.
In Fig. 25 bezeichnen die Bezugszeichen 50a, 50b und 50c
die Erfassungswerte für "Änderung in der
Geschwindigkeitsverstärkung", "effektive elektrische
Entladungsrate", und "Bewegungsamplitude einer Elektrode
während der Bearbeitung", die jeweils im
Zustandspeicherabschnitt 49 gespeichert sind. Für jedes der
Verfahren I und II wird die unscharfe Folgerung in
folgender Weise vorgenommen: Es wird bestimmt, in welchem
Ausmaß diese Zustandsdaten 50 den qualitativen unscharfen
Aussagen des Vorderabschnitts entsprechen, die mit den
Zugehörigkeitsfunktionen beschrieben sind. Die
Zugehörigkeitsfunktion des Rückabschnittes wird mit dem
Wert der Zugehörigkeitsfunktion (dem Erfassungswert 50a
beim Verfahren I, und dem Erfassungswert 50c beim Verfahren
II) geschnitten, der im Vorderabschnitt bezüglich des
Ausmaßes des Genügens ein Minimum darstellt, um den oberen
Grenzwert zu bestimmen. Dabei werden die
Zugehörigkeitsfunktionen derart kombiniert, daß sie ihre
größten Funktionswerte haben, und die
Flächenschwerpunktsposition C.G. der resultierenden
Zugehörigkeitsfunktion wird bestimmt. Der Wert der auf
diese Weise bestimmten Position ist der Befehlswert 36a für
die günstigste Bezugsspannungssteuerung.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform werden die
Verfahren, die zur Durchführung der
Geschwindigkeitsverstärkungssteuerung wirksam sind, im
Erfahrungsspeicherabschnitt gespeichert, die
Bearbeitungszustandsdaten, die zumindest für die Verfahren
erforderlich sind, werden im Zustandspeicherabschnitt
gespeichert, und der Folgerungsabschnitt bestimmt insgesamt
den Servobezugsspannungsbefehlswert unter Bezugnahme auf
die Verfahren und die Bearbeitungszustandsdaten. Daher kann
die Erfahrung eines Fachmanns bezüglich der
Geschwindigkeitsverstärkungsteuerung mühelos korrekt
niedergeschrieben werden. Ferner kann die
Geschwindigkeitsverstärkungsteuerung entsprechend dem
Verfahren optimal durchgeführt und, wo erforderlich,
automatisch geändert werden.
Bei der vierten, in Fig. 25 dargestellten Ausführungsform
beschreibt der Vorderabschnitt eines jeden Verfahrens drei
Bearbeitungszustände, und der Rückabschnitt eine
Geschwindigkeitsverstärkungssteuerung; doch ist die
Erfindung nicht hierauf oder hierdurch beschränkt. Ferner
versteht es sich, daß selbst wenn die Anzahl der Verfahren
erhöht wird, ein Befehlswert für die geeignetste
Geschwindigkeitsverstärkungssteuerung in ähnlicher Weise
erhalten werden kann. Die Änderung der
Geschwindigkeitsverstärkung entsprechend dem Ausmaß der
Instabilität der elektroerosiven Bearbeitungszustände wurde
nicht beschrieben; sie kann jedoch in gleicher Weise unter
Verwendung des vorstehend beschriebenen technischen
Grundgedankens der Erfindung durchgeführt werden.
Bei der vorstehend beschriebenen vierten Ausführungsform
wird die unscharfe Einstellung für den
Erfahrungsspeicherabschnitt verwendet, und die unscharfe
Folgerung wird durch den Folgerungsabschnitt durchgeführt.
Es versteht sich jedoch, daß die Erfahrungsaussagen und
Folgerungsverfahren, die in anderen allgemeinen
Expertensystemen benützt werden, mit den gleichen Wirkungen
wie bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform
verwendet werden können.
Wie vorausgehend beschrieben wurde, werden bei der
erfindungsgemäßen Steuervorrichtung für die elektroerosive
Bearbeitung die wirksamen Verfahren bei der Steuerung der
Bearbeitungszustände, wie beispielsweise eine Pausezeit,
eine Zeitdauer der elektrischen Entladung, eine
Servobezugsspannung und eine Geschwindigkeitsverstärkung in
der Erfahrungsspeichervorrichtung gespeichert, und die
zumindest für die Verfahren erforderlichen
Bearbeitungszustandsdaten werden erfaßt und in der
Zustandspeichervorrichtung gespeichert, und der
Folgerungsabschnitt bestimmt insgesamt die Befehlswerte für
die Bearbeitungsbedingungen entsprechend den in der
Speichervorrichtung gespeicherten Verfahren und
Bearbeitungszustandsdaten. Somit kann mit der Vorrichtung
die Erfahrung eines Fachmanns zur Steuerung der
Bearbeitungszustände, wie beispielsweise eine Pausezeit,
eine Zeitdauer der elektrischen Entladung, eine
Servobezugsspannung und eine Geschwindigkeitsverstärkung,
mühelos in günstigster Weise geschrieben werden. Ferner
kann entsprechend dem Verfahren die Steuerung der
Bearbeitungszustände optimal durchgeführt und, wo
erforderlich, automatisch geändert werden.
Claims (3)
1. Steuervorrichtung für eine elektroerosive Bearbeitung
mit
Steuerungen (8; 12; 37; 53) zur Steuerung mindestens eines der Bearbeitungsparameter, Impulspause, Entladungsdauer, Servobezugsspannung, Vorschub in einem elektroerosiven Bearbeitungsvorgang;
Erfahrungsspeichereinrichtungen (22; 29; 35; 52) zur Speicherung von Fuzzy-Logik-Regeln;
Zustandserfassungseinrichtungen (20; 26; 32; 48) zur Erfassung von Bearbeitungszustandsdaten aus einem elektroerosiven Bearbeitungsvorgang; und
Folgerungseinrichtungen (23; 30; 36; 51) zum Kombinieren von Bearbeitungszustandsdaten und aus den Erfahrungsspeichereinrichtungen (22; 29; 35; 52) ausgelesenen Fuzzy-Logik-Regeln, um einen Befehlswert für die Steuerung des Bearbeitungszustands an die Steuereinrichtungen (8; 12; 37; 53) zu liefern; gekennzeichnet durch
Steuerungen (8; 12; 37; 53) zur Steuerung mindestens eines der Bearbeitungsparameter, Impulspause, Entladungsdauer, Servobezugsspannung, Vorschub in einem elektroerosiven Bearbeitungsvorgang;
Erfahrungsspeichereinrichtungen (22; 29; 35; 52) zur Speicherung von Fuzzy-Logik-Regeln;
Zustandserfassungseinrichtungen (20; 26; 32; 48) zur Erfassung von Bearbeitungszustandsdaten aus einem elektroerosiven Bearbeitungsvorgang; und
Folgerungseinrichtungen (23; 30; 36; 51) zum Kombinieren von Bearbeitungszustandsdaten und aus den Erfahrungsspeichereinrichtungen (22; 29; 35; 52) ausgelesenen Fuzzy-Logik-Regeln, um einen Befehlswert für die Steuerung des Bearbeitungszustands an die Steuereinrichtungen (8; 12; 37; 53) zu liefern; gekennzeichnet durch
- - Zustandsspeichereinrichtungen (21; 27; 33; 49) zur Speicherung von momentanen und vorangegangenen Bearbeitungszustandsdaten, die durch die Zustandserfassungseinrichtungen erfaßt wurden; und dadurch, daß
- - die Folgerungseinrichtungen (23; 30; 36; 51) die aus den Zustandsspeichereinrichtungen (21; 27; 33; 49) ausgelesenen Bearbeitungszustandsdaten mit den Fuzzy-Logik-Regeln kombinieren; und
- - der Befehlswert für die Steuerung des Bearbeitungszustands mindestens einer der genannten Bearbeitungsparameter ist.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Erfahrungsspeichereinrichtungen (22; 29; 35; 52) Bedingungen und Folgerungen als unscharfe Zugehörigkeitsmengen speichern.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Folgerungseinrichtungen angepaßt sind, unscharfe Folgerungsmengen, die aus den Bedingungen und den Bearbeitungszustandsdaten erhalten werden, zu kombinieren und den Befehlswert aus der Kombination zu erhalten.
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